• hrammler

Brisbane


Wir steigen im Zentrum bei der City Hall aus dem Bus. Es ist kurz nach halb elf als wir ankommen. Wir gehen in die Fußgängerzone und setzen uns in ein Lokal. Dort essen wir noch einmal eine Kleinigkeit und trinken einen Kaffee. Anschließend gehen wir zur Touristeninformation und lassen uns grob die Innenstadt erklären. Danach holen wir uns ein Eis. Das Eis hier ist wirklich köstlich und steht dem in Österreich oder Italien um nichts nach.



Wir gehen dann ein wenig spazieren. Einfach nur die Stadt ansehen. Wir überqueren den Fluss und gehen an die South Bank. Ein schöner Park am Fluss mit einer Badelgoon, dem üblichen Freibad hier in den Städten. Wir machen eine Fahrt mit dem Riesenrad und schlendern durch den Park.

Brisbane ist eine faszinierende Stadt. Die Skyline mitten im Stadtzentrum ist für uns ein ungewöhnlicher Anblick. Hier hat man keine Scheu davor alte und neue Bauten direkt nebeneinander zu stellen. Diesbezüglich gibt es hier keine Berührungsängste. Für uns ist das toll. Die Stadt bekommt dadurch räumlich mehr Tiefe. Mitten im Zentrum direkt am Fluss stehen Wohnhäuser in herrlicher Lage.

Später setzen wir uns noch in ein Pub, das in einem schönen alten Gebäude untergebracht ist und trinken ein Bier. Eigentlich sind wir hier nur deshalb eingekehrt, weil das Haus einen so netten Balkon im ersten Stock hat und uns das gefallen hat, wie die Leute da sitzen. Während sich Hannes am Tresen anstellt und Bier holt und Heidi in den oberen Stock geht um einen Tisch zu besetzen, beginnt es zu regnen. Es wird knapp am Balkon. Wir finden einen Tisch, der vor einer offenen Tür steht und an dem ein Mann mittleren Alters sitzt. Wir setzen uns dazu und beginnen mit dem Mann zu plaudern. Er fragt uns woher wir kommen und wie unsere Reise bisher verlaufen ist und wie sie weiter geht. Es stellt sich heraus, dass seine Großeltern in den 1940er Jahren während des zweiten Weltkrieges aus Italien eingewandert sind. Jeder Australier scheint Vorfahren aus Europa zu haben. Ist ja auch irgendwie klar. Wurde das Land doch hauptsächlich von Europa aus besiedelt. Nachdem wir unser Bier ausgetrunken haben und es zu regnen aufgehört hat, verabschieden wir uns von unserem Tischgenossen und machen uns auf den Heimweg. Wir fahren mit dem Bus wieder bis Chermside, von wo uns Onkel Bert wieder abholt.

Da er noch nichts gegessen hat, fahren wir in den Coffee Club, wo wir seine Enkeltochter Ellie kennen lernen, die dort als Kellnerin neben der Schule aushilft. Wir essen gut und unterhalten uns angeregt. Das mit dem Reden und Verstehen geht immer besser. Wir Fahren anschließend zum Haus. Ein weiterer Tag mit vielen Eindrücken, viel Geschichte und Geschichten geht zu Ende.

Am nächsten Tag fahren wir mit dem Camper zur Clayfield Station. Dort kann man gratis parken. Mit dem Zug fahren wir in die Innenstadt bis Central. Wir schlendern durch die Stadt und machen mit dem City Hopper eine Bootsfahrt auf dem Brisbane River. Die Fahrt ist kostenlos. Der Ausblick herrlich. Gegen 15:30 treffen wir uns mit Gertie. Anschließend fahren wir an die Gold Coast wo wir 2 Tage bei Gertie und Thomas bleiben werden. Am 6.4.2019 geht es dann zum Gold Creek Reservoir zum Pinnacles Classic Trailrun. Danach wieder zu Onkel Bert, wo wir noch bis zu unserem Abflug am 9.4.2019 bleiben werden.

Ich hoffe, dass ich den Lauf mitmachen kann. Ich habe mir nämlich bei meinen dilettantischen Versuchen am Surfboard eine Zerrung oder einen Einriss unter dem rechten Rippenbogen zugezogen. Als ich mich auf das Board gelegt und mit den Armen zu rudern begonnen habe, hat es mir auf der rechten Seite unter dem Rippenbogen einen Stich gegeben. Seither schmerzt es mich dort permanent ziemlich heftig in der Art eines Seitenstechens. Der Schmerz lässt zwar täglich nach, ich bin aber nicht sicher, ob sich das bis Sonntag ausreichend legt und ich mit dem Schmerz die 18 km durchhalte. Wir werden sehen. Es würde mir jedenfalls sehr leid tun wenn das nicht klappen würde, weil ich mich seit einem halben Jahr wahnsinnig auf das Event freue und auch mit Peter Walker, dem Racedirector, einen netten e-mailkontakt aufgebaut habe.

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