• hrammler

6.-8.7.2019 - San Francisco



6.7.2019 - Wir sind zeitig wach und stehen gegen 8 Uhr auf. Wir machen uns fertig und verlassen um 9 Uhr das Haus. Es ist kalt und hochnebelig bewölkt. Wir hätten uns eigentlich heißes Sommerwetter erwartet. Aber angeblich ist das hier immer so und die Temperaturen steigen selten über 30°C. Jetzt hat es geschätzte 15°C. Unser Haus liegt in einer schönen und ruhigen Wohngegend. Zu Fuß gehen wir die Cesar Chavez hinunter bis zur nächsten Bushaltestelle in der Mission Street und fahren einmal mit irgend einem Bus in Richtung Innenstadt.


Bei der Kreuzung mit der Market Street steigen wir aus und fahren diese weiter Richtung Downtown bis zum Hallidie Plaza. Dort befindet sich eine Cable Car Station. Wir steigen aber nicht zu, sondern gehen die Gleise entlang die Straße hoch bis zum Union Square. Wir wollen uns ein Frühstück, oder wenigstens einen Kaffee kaufen.

Wir werden von einem jungen Mann wegen einer Hop On Hop Off Bustour angesprochen. Wir wollen beim Frühstück darüber nachdenken, haben aber grundsätzlich vorgehabt, eine solche Tour zu machen. Das Angebot ist also durchaus willkommen. Wir finden ein kleines Cafe am Platz und setzen uns zu Kaffee und Croissants.


Anschließend kaufen wir die Tickets für 40 US$ pro Person. Während des Verkaufsgesprächs kommt ein anderer junger Mann eines Konkurrenzunternehmens hinzu und bietet seine Tour an. Den anderen stört das keineswegs und er lässt ihm seine Stehsätze anbringen. Dazwischen bringt der andere wieder seine Vorzüge ein. Es ist witzig wie fair die beiden zu einander und zu uns sind. Wir entscheiden uns nach dem Grundsatz first come first serve und kaufen das Ticket bei dem ersten auch noch billiger. Der andere Anbieter hätte 100 US$ verlangt.

Wir können gleich in den Bus steigen. Wir gehen auf die offene Plattform in der oberen Etage. Die Tour wird 2,5 Stunden dauern und führt durch alle bedeutenden Stadtteile und bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Mittlerweile hat sich der Hochnebel aufgelöst und es scheint die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Die Luft ist aber trotzdem kalt. Es ist wie bei uns an einem schönen Tag im Oktober. Im Schatten ist es schnell kalt. In der Sonne dann meistens eingermaßen angenehm und warm. Wir haben eindeutig zu wenig an und frieren immer wieder.

Es wurde uns geraten, die Tour einmal komplett im Kreis zu fahren und dann in einer zweiten Runde an jenen Punkten auszusteigen, die einem interessant erschienen sind. Der Bus kommt alle 30-45 Minuten wieder vorbei.


Nach kurzer Wartezeit geht die Fahrt los. Heidi versucht noch, mir einen Sonnenhut aus dem Stadtplan zu basteln, weil ich meinen natürlich wieder einmal vergessen habe. Der will aber bei dem Wind, der hier ständig weht, nicht halten. Die kalte Luft vom Meer, die durch den kalten Strom vom Norden entsteht, trifft auf die heiße Luft vom Land. Daher ist es hier immer windig.

Die Stadt ist hübsch, sauber, freundlich und ruhig. In den Straßen herrscht wenig Gedränge. Auffallend viele obdachlose Menschen sind unterwegs. Nicht nur in der Innenstadt sondern überall. Wir bleiben aber unbehelligt.

Das Highlight der Tour ist die Fahrt über die Golden Gate Bridge. Ein äußerst elegantes Bauwerk, passend zur Stadt.



Obwohl uns geraten wurde, die Tour einmal durchzufahren, steigen wir bei Haight-Ashbury aus. Dieser Stadtteil wurde uns von einem jungen Amerikaner empfohlen, den wir in Nuku Alofa getroffen haben. Hier in Haight-Ashbury wurde 1967 die Hippiekultur geboren und nach Angaben unseres Guides am Bus ist sie auch hier gestorben. Wir schlendern ein wenig durch die Haight Street.


Hier haben musikalische Größen der Hippiebewegung wie Jannis Choplin oder Jimmy Hendrix gewohnt. Es wird versucht, den Geist der Hippiebewegung hier aufrecht zu halten, was nur zum Teil glaubwürdig gelingt. Meistens geht es auch dabei ums Business. Hier trifft man besonders viele, gestrandete Existenzen.

Wir kaufen in einer Buchhandlung je einen Reiseführer für San Francisco und für New York. In der Buchhandlung erfrägt Heidi einen guten Friseur in der Haight Street und macht sich dort für den frühen Nachmittag einen Termin aus. Ich schlendere einstweilen durch die Straße und gehe in den Golden Gate Park.



Als Heidi beim Friseur fertig ist, machen wir uns zu Fuß auf den Weg nach Hause in die Cesar Chavez.



Auf dem Weg dort hin sehen wir viele nette Häuser, die vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurden und kommend zu einem Park mit herrlicher Aussicht auf die Innenstadt.




Am Abend fahren wir dann mit der Linie J der Metro in die Innenstadt bis zur Endstation Embarcadero. Von dort gibt es auch ein Cable Car in der California Street über den Nob Hill bis zur Van Ness Avenue. Mit dem fahren wir einmal hin und wieder zurück. Das kostet 7 US$ pro Person und Richtung.





In der Innenstadt ist nichts los, obwohl Samstag ist. Wir beschließen daher wieder in unsere Unterkunft zu fahren. Von der Haltestelle der Linie J ist es nur ein kurzer Weg in die 3809 Cesar Cahvez. Die Straßen sind auch nachts ruhig und sicher.

7.7.2019 - Wir gehen zunächst zur Martha & Bros Coffee Company um die Ecke in der Church Street zum Frühstück und fahren dann wieder mit der Linie J bis zur Endstation Embarcadero. Das Ticket kostet 3 US$ und gilt 90 Minuten für das gesamte Stadtgebiet.



Bei Embarcadero gehen wir zum Ferry Terminal, steigen in die Straßenbahnlinie F und fahren bis zum Pier 39. Fishermans Warf ist ein Vergnügungsviertel mit einem Hauch von Hamburg. Wir gehen hinein, biegen aber dann ab zum Pier und gehen an der Mole entlang. Da sind weniger Leute.



Wir gehen an den Seelöwen vorbei, für die bei Pier 39 einige Holzplattformen im Meer errichtet wurden.

Wir flanieren weiter und kommen zu Krispy Kreme, dem Doughnut-Laden und gehen zu Ghiradellis auf einen Eisbecher.





Nach dieser Kalorienzufuhr spazieren wir über die steilen Hügel von San Francisco zurück Richtung Innenstadt. Ich möchte auf den Nob Hill. Dort sind die Straßen besonders steil und spektakulär.



Danach gehen wir weiter nach China Town und Little Italy, wo wir im “E Tutto Qua” gut italienisch essen


Später am Abend gehen wir noch einmal an den Piers spazieren. Auch hier ist die Stadt ruhig und sicher.





Spätabends geht es dann wieder mit der Linie J zurück in die Unterkunft.

8.7.2019 - Ich will noch einmal zur Golden Gate Bridge oder zumindest in die Nähe um ein Foto machen zu können. Wir fahren mit J und F bis zur Endstation und gehen die Piers entlang. Heidi prägt sich beim Hyde Street Pier eine Erinnerungsmünze. Wir gehen weiter zum Municipal Pier. Von dort sieht man zwar gut auf die Golden Gate, sie ist aber für ein gutes Foto viel zu weit entfernt. Dafür müssten wir noch einmal gut 4 bis 5 km gehen. Das ist uns die Sache nicht wert. Wir gehen wieder zurück und holen uns bei Ghiradelli eine Kugel Eis.


Dann gehen wir zur Cable Car Station Hyde Street/Beach Street und stellen uns dort für eine Fahrt an. Das dauert gut eine dreiviertel Stunde.



Das warten lohnt sich aber, denn die Fahrt ist spektakulär, führt steil bergauf und bergab und endet schließlich am Hallidie Plaza.

Von dort spazieren wir über den Union Square durch die Stadt. Wir essen eine Kleinigkeit im “Hommage”, das heute den ersten Tag offen hat. Wir gehen dann noch zu “City Lights Bookstore” und kaufen dort T-Shirts. Die Bücher, die die haben, sagen uns nicht viel, aber die T-Shirts sind cool. Einmal noch kurz zu den Piers am Ferry Terminal und dann gehts mit der Linie J wieder in die 3809 Cesar Chavez.



San Francisco hat uns sehr gut gefallen. Es ist eine wunderschöne, elegante und saubere Stadt. Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Man muss sich nur darauf einstellen, dass es hier auch im Sommer relativ kühl ist und warme Kleidung mitbringen. Eine Mütze ist kein Fehler.

Ganz anders wird das wahrscheinlich jetzt in Philadelphia und New York, wo wir morgen hinfliegen und bis 14.7.2019 bleiben.

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