• hrammler

5.-6.6.2019 Tonga - warten auf die Crocodile


5.6.2019 - Für heute haben wir nichts besonders vor. Heidi hat sich eine Darminfektion eingefangen und ist ein wenig angeschlagen. Wir fahren am Vormittag in die Stadt und wollen die Abfahrtszeiten für die Fähre nach Pangaimotu Island zu Big Mamas Yacht Club verifizieren. Ein Mann, der sich als Taxiunternehmer ausgibt, klärt uns über die Abfahrtszeiten auf. 11, 13 und 16 Uhr.

Wir haben wieder Emailkontakt zu Erwin und Ingrid. Sie werden Donnerstag Vormittag ankommen. Wir werden am Freitag um 11 Uhr mit der Fähre zu Big Mamas Yacht Club fahren und an Bord gehen. Morgen werden wir für den Törn einkaufen. Wir hoffen, dass der MCC Supermarkt nun bald endlich wieder öffnet.

Wir setzen uns ins Friends und planen für die Zeit nach dem Törn unsere Weiterreise nach und in Samoa und buchen für 28.-30.6.2019 zwei Nächte in den Namu’a Island Beach Fales. Wir haben gestern einen Direktflug von Vava’u auf den nördlichen Tongainseln nach Apia (Samoa) gebucht und werden den ursprünglich gekauften Flug von Nuku’alofa über Nadi nach Apia stornieren. Dabei verlieren wir zwar ein bisschen Geld, sparen aber den Rückflug von Vava’u zurück nach Nuku’alofa und dadurch jede Menge Zeit.

Den Nachmittag verbringen wir mit lesen und Blog bearbeiten im Blue Banana.

Am späteren Nachmittag brechen wir dann doch noch einmal in die Stadt auf, um bereits heute ein paar Sachen für den Törn einzukaufen. Wir machen uns jetzt endlich einmal intensiver auf die Suche nach besser sortierten Supermärkten. Es kann doch nicht sein, dass es nur diesen MCC Markt und die kleinen Läden mit der geringen Auswahl gibt.

Bei der Stadteinfahrt gibt es einen Laden der sich “Costlow” nennt. Der ist ein erster Lichtblick. Sauber und mit ein bisschen erweiterter Auswahl. Die jungen Mitarbeiterinnen sind herzig. Sie fragen uns, wo wir herkommen, ob es uns auf Tonga gefällt und nach unserem weiteren Reiseverlauf. Ihr Interesse zeigt, dass sie wahrscheinlich auch davon träumen, einmal verreisen und andere Länder besuchen zu können.

Dann fahren wir in die Stadt und finden als nächstes eine wirklich gut sortierte Pharmacie und Drogerie. Dort bekomme ich endlich ein Shampoo für mich gegen meine juckende Kopfhaut. Wir fahren dann auf der Hauptgeschäftsstraße stadtauswärts und finden auch dort weitere Supermärkte mit gar nicht so schlechtem Angebot. Nur den Oregano den Ingrid und Erwin sich wünschen, können wir nicht finden. Aber den werden wir später noch anderswo bekommen.

Die Bäckerei und der Milchladen in der Hala Salote Street haben leider schon geschlossen. Durch die Fenster sehen wir aber, dass es auch Müsli und Kräuter gibt. Wir werden hier morgen vorbeischauen um Käse und Müsli zu kaufen und nach den Kräutern zu sehen.

Da wir für heute alles erledigt haben wollen wir noch etwas zu Abend essen. Chris hat uns bei unserer ersten Ankunft das “Little Italy” empfohlen. Das wäre heute eine passende Gelegenheit. Das Lokal liegt an der Hala Vuna, der Straße westlich vom Königspalast, die am Strand entlang führt. Das Lokal sieht recht nett und auch italienisch aus. Wir bestellen uns jeder eine Pizza medium size. Und wo es Pizza gibt, da gibt es auch Oregano. Nach dem Essen fragen wir deshalb die Kellnerin, wo das Lokal seinen Oregano herbekommt. Wir erzählen ihr, dass wir heute den ganzen Nachmittag in den Geschäften welchen gesucht haben, aber keinen finden konnten. Sie geht in die Küche um beim Koch nachzufragen. Nach wenigen Minuten kommt sie wieder mit einem kleinen Becher in der Hand, stellt ihn auf den Tisch und fragt, ob das ausreichend ist für uns. Wir freuen uns sehr über dieses, für uns in diesem Moment so wertvolle Geschenk und bedanken uns herzlich. Wir sehen darin einen neuerlichen Beweis der Freundlichkeit dieser Menschen, die einem immer wohlwollend gesinnt sind, nie etwas Böses wollen, niemals die Stimme erheben oder irgendwie schimpfen, im Straßenverkehr stets geduldig und zuvorkommend sind, einem die Vorfahrt lassen und niemals unflätig anhupen. Auch im Geschäftsverkehr sind sie stets ehrlich und korrekt. Ich erinnere mich an unseren ersten Tag in Nuku’Alofa, als wir am Markt Bananen gekauft haben. Wir haben uns den Teil eines Kranzes abgebrochen und nach dem Preis gefragt. Die Frau sagte wir sollen zahlen, soviel wie es uns Wert ist. Wir haben ihr 4 TOP gegeben und gefragt ob das passt, worauf sich meinte, dass das zuviel sei und hat uns zwei wieder zurück gegeben.

6.6.2019 - Ingrid und Erwin haben sich per mail gemeldet. Sie haben heute morgen bei Big Mamas Yacht Club den Anker fallen lassen. Sie müssen jetzt das Boot entsalzen und wollen sich dann ausruhen und ausschlafen. Die letzten beiden Tage auf See waren anstrengend. Mit Wellen von vorne und Wind auf der Nase schafften sie 100 sm in 24 Stunden. Aber jetzt sind sie da und wohlauf. Wir werden morgen das Fährboot um 11 Uhr nehmen und gegen halb zwölf auf Bangaimotu Island sein. Wann wir dann ablegen hängt vom Wetter ab.

Am Vormittag erledigen wir noch die weiteren Einkäufe in Nuku’Alofa. Dort treffen wir noch einmal Reiner und Steffen. Wir freuen uns darüber sehr, denn wir hatten vergessen die Mailadressen auszutauschen. Jetzt holen wir das nach. Wir plaudern noch ein wenig und verabschieden uns dann. Die beiden fliegen heute über Auckland weiter zu den Cook Islands.



Wir schauen dann noch bei der sogenannten “Dateline Watch” vorbei, von der uns Reiner erzählt hat. Die Uhr zeigt abweichend von der offiziellen Zeit, die aktuelle Zeit auf der Datumslinie an und geht daher einige Minuten vor.




Wir fahren dann zurück ins Blue Banana um die kühlbedürftigen Lebensmittel in den Kühlschrank zu bekommen. Wir bleiben ein wenig am Zimmer. Heidis Darminfektion hat sich noch nicht nennenswert gebessert. Wir haben deshalb in der Apotheke vorsorglich ein Medikament gekauft, für den Fall, dass es sich nicht bald bessert oder schlechter wird.

Am Nachmittag fahren wir noch einmal in die Stadt um den Rest der Einkäufe zu ereldigen und ein letztes mal im “Friends” zu essen.

Wir freuen uns schon riesig auf morgen!

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