• hrammler

26.3.2019 - auf der Suche nach den Schnabeltieren

Aktualisiert: 29. März 2019


Sophi hat Geburtstag! Das ist das erste, was uns einfällt als wir in der Früh aufstehen. Wir machen ein Geburtstagsvideo - Geburtstag Sophi die 1. Es folgt nämlich eine bessere Version. Geburtstag Sophi die 2. Diese fabrizieren wir am Eingang zur Carnarvon Gorge im gleichnamigen Nationalpark südlich von Rolleston.

Ein herrlicher Platz in einer riesigen Schlucht aus Sandstein. Dort soll es auch Schnabeltiere geben.

Wir wundern uns immer wieder, was das Outback zu bieten hat. Es ist unvorstellbar welchen Wasserreichtum man hier immer wieder mitten im trockenen Innenland findet. Und wie unterschiedlich die verschiedenen Plätze sind. Von der Artenvielfalt bei den Pflanzen und Tieren gar nicht zu reden.

Das Outback ist keinesfalls eine gleichförmige, öde Wüstenlandschaft. Sicher ist es immer wieder heiß und trocken. Aber dazwischen findet man Plätze, die man nicht für möglich hält und von denen keiner sich in dieser Art ein zweites mal wieder findet.

Aber auch während der Fahrt führt die Straße immer wieder unvermittelt in einen Creek. Das gibt der Landschaft Struktur und Abwechslung. Es gibt übrigens tausende von Creeks. Allein auf unserer Fahrt müssen wir schon hunderte überquert haben. Weite Ebenen wechseln mit Hügellandschaften und immer wieder tauchen Gebirgszüge auf. Es ist eine ganz besondere Gegend die uns fasziniert und anzieht.


Über Springsure und Rolleston sind wir heute in den Carnarvon National Park gefahren. Von Rolleston aus sind wir ca. 60 km auf dem Carnarvon Highway gefahren und dann rechts zum Nationalpark abgebogen. Von hier waren es noch einmal rund 40 km bis zur Carnarvon Gorge Visitor Area. Dort befindet sich ein Informationszentrum ähnlich wie bei Mossman Gorge. Zur Zeit ist hier nichts los. Auf dem Parkplatz stehen nur einige wenige Autos. Die Carnarvon Wilderness Lodge hat noch bis 1. Mai geschlossen.


Durch die Schlucht führt ein Wanderweg von dem mehrere Wege in Seitenschluchten wegführen. Sowohl der Hauptweg als auch die Seitenwege müssen wieder zurückgegangen werden. Es gibt in der Schlucht keinen Rundwanderweg. Alles ist bestens beschrieben und mit Kilometer- und Meterangaben versehen. Die Australier sind bei solchen Dingen sehr genau und geben Tipps für das richtige Verhalten. Der Eintritt in den NP und die Gorge ist kostenlos.







Wir ziehen uns die Wanderschuhe an und suchen zunächst einmal das Informationszentrum auf. Hier nehmen wir uns einen Folder, den Discovery Guide mit Karte von der Schlucht. Wir entscheiden uns für die Mittellange Tour bis zur so genannten Art Gallery.


Ein eindrucksvoller Felsen mit aboriginal Darstellungen, Felsmalereien und Felsgravuren.











































Auf dem Weg durch die Schlucht überqueren wir mehrmals den durch die Schlucht führenden Bach. Die Überquerung erfolgt auf Steinen.

Jedesmal wenn wir den Fluss überqueren oder an das Ufer kommen, halten wir Ausschau nach den Schnabeltieren. Wir verhalten und ganz ruhig, aber nichts zu sehen. Die Tiere sind wahrscheinlich nicht nur selten sondern auch scheu.

Auf dem Rückweg sehen wir uns noch den Ward’s Canyon an. Eine enge, Wasser führende Schlucht mit Baumfarnen und kleinem Wasserfall.

Insgesamt hat die Tour ca. 12 km. Als wir zur Visitor Area zurückkommen hat es zu regnen begonnen. Wir beschließen zum nahe gelegenen Takarakka Bush Resort zu fahren um dort die Nacht zu verbringen. Als wir hinkommen ist es ca. 17 Uhr und wir buchen für eine Nacht. Das Personal ist sehr freundlich. Der Platz liegt an einem kleinen Creek, ist wunderschön und naturbelassen. In dem Creek kann man am “beach” auch baden. Auf dem Platz hüpfen überall die wilden Kangaroos herum. Wir stellen unseren Camper ab und gehen gleich an den “beach”. Das Wasser ist angenehm kühl und braun wie im Waldviertel. Hier soll es ebenfalls Schnabeltiere geben. Die wollen wir am nächsten Tag unbedingt sehen, nachdem uns dieses Vergnügen in der Gorge heute nicht gegönnt war.

Wir gehen zurück zum Camper und nehmen anschließend eine Dusche. Als wir zu unserem Wagen zurückkommen informiert uns ein Mitarbeiter des Resorts, dass es heute Nacht viel Regen geben wird und der Floodway, der zum Resort führt für die nächsten Tage überflutet sein wird oder zumindest sein könnte. Unsere Abreise wäre somit morgen nicht sicher. Er rät uns, dass wird noch heute den Platz verlassen sollen um hier nicht festzuhängen. Unser Geld bekämen wir natürlich zurück. Heidi und ich beraten uns kurz und entschließen uns schweren Herzens für die Abreise. Nicht nur wegen der zeitlichen Verzögerung sondern auch deshalb, weil wir bei Regen hier nicht viel unternehmen können.

Wir fahren aber nicht weit. Wir lassen einige Creeks, die uns bei Regenfall kritisch erscheinen hinter uns und fahren 25 km bis zur nächsten Kreuzung. Dort biegen wir in die Schotterstraße ein und stellen unseren Caravan neben der Fahrbahn ab, wo wir die Nacht verbringen wollen. Wenn das Wetter morgen passt und es doch nicht so viel geregnet hat wie vorhergesagt, fahren wird in den NP zurück um uns noch ein paar Sachen anzusehen. Die Schnabeltiere stehen dabei ganz oben auf der Liste.

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