• hrammler

25.-27.6.2019 - Neiafu

25.6.2019 - Die Nacht war leider nicht so ruhig. Die Lieder des Kirchenchors, die uns in einen sanften Schlaf gewogen haben, wurden abgelöst vom Gebell und Geheul der Hunde, die hier massenhaft herumlaufen. Kaum ist an einem Ende Ruhe, fängt es am anderen wieder an. So geht das oft die halbe Nacht. Und wenn dann doch einmal die Hunde aufhören, dann fangen die Hähne an zu krähen. Egal um welche Zeit. Auch um Mitternacht. Das kann einem ganz schön den Schlaf rauben.

Wir duschen uns gehen anschließend in den Ort. Wir haben Schmutzwäsche dabei und wollen in die "Bubbles Laundry", die sich im selben Haus befindet wie das Bella Vista, wo wir frühstücken wollen. Als wir kommen, ist die Wäscherei noch geschlossen. Wir gehen also vorher frühstücken.


Das Bella Vista ist ein Lokal mit schönem Ausblick auf den Hafen und die Bucht.

Nach dem Frühstück gehen wir in die Wäscherei einen Stock tiefer.


Wir haben vorsichtshalber nicht die ganze Wäsche mit, weil wir nicht wieder etwas Verwaschenes zurückbekommen wollen. Die Wäscherei ist aber gut ausgestattet und wäscht auch warm und getrennt nach Farben, was hier absolut nicht selbstverständlich ist. Nachdem wir aber den Betrieb gesehen und Vertrauen gefasst haben und uns die Mitarbeiterin auch versichert hat, dass sie die Wäsche nach Farben sortiert, holen wir unsere gesamte Schmutzwäsche nach.



Ich finde, dass ich langsam einen Haarschnitt brauche und erkundige mich bei der Kellnerin im Bella Vista nach einem guten Friseur. Sie empfiehlt mir den Chinesen gleich rechts neben dem Ausgang.

Nach dem Haarschnitt lassen wir uns mit dem Taxi zur Autovermietung Ana Tevunga Rental Cars bringen, wo wir auch beim ersten mal das Auto gemietet haben. Wir nehmen uns diesmal ein kleineres Fahrzeug um 80 TOP pro Tag.






Wir holen uns unsere Badesachen aus dem Zimmer und fahren ins Tongan Beach Resort auf ‘Utungake zum Baden. Dort ist man auch als Tagesgast herzlich willkommen. Wir nehmen dort einen Lunch und legen uns danach an den Strand.

Gegen dreiviertel fünf brechen wir wieder nach Neiafu auf. Wir wollen unsere Wäsche abholen, kommen aber zu spät. Der Laden schließt um 17 Uhr.

Wir fahren ins Hotel um uns frisch zumachen.



Am Abend fahren wir dann noch ins Cafe Mango. Das ist ein Treffpunkt von Seglern. Das Lokal liegt direkt am Wasser und hat zu beiden Seiten einen Anlegesteg, der auch für große Boote geeignet ist. Hier kann man auch seine Wassertanks auffüllen. Hier hätten wir mit der Crocodile anlegen und die Wassertanks füllen können. Für die Beiboote gibt es auch einen Steg direkt unter dem Lokal. Ein ideales Lokal für die Crews der Segelboote die hier vor Anker und an den Bojen liegen. Und auch das Essen ist ganz ausgezeichnet.


26.6.2019 - Wir wollen heute zum Keitahi Beach fahren. Obwohl wir wissen, dass der Strand dort ziemlich vermüllt ist. wir erhoffen uns aber bessere Möglichkeiten zum Schnorcheln als beim Tongan Beach Resort. Zunächst lassen wir uns an der Ostseite nieder.


Der Müll hier ist wirklich eine Schande und wird offensichtlich von den einheimischen hinterlassen, die hier Picknik machen und den Müll einfach liegen lassen. Touristen sind hier keine zu sehen.



Als wir ankommen, sind gerade wieder ein paar Männer dabei, Sand vom Strand abzuschaufeln, zu verladen und für Bauzwecke wegzubringen. Die diesbezüglichen Spuren sind unverkennbar. Das ist aber kein Einzelfall. Immer wieder kommen derartige Partien. Während der Arbeit werden Getränke konsumiert. Die Gebinde werden einfach weggeworfen.


Als direkt neben uns vier Männer anfangen, den Sand einzuschaufeln, reicht es uns. Wir gehen auf die Westseite. Auf dem Weg dort hin Müll, Müll und nichts als Müll. Dazwischen immer wieder Löcher von der Sandentnahme. Wir erreichen das Ende des befahrbaren Weges und gehen weiter nach hinten. Dort ist es auch mit dem Müll zu Ende. Wir gehen noch ein Stück weiter und erreichen einen netten Strandabschnitt mit einigen Einzelfelsen im Wasser. Hier legen wir uns hin und verbringen den weiteren Nachmittag. Zum Schnorcheln ist der Strand aber weniger geeignet. Das Wasser ist zu seicht und auch unter dem Wasser befinden sich Steine, an denen man sich verletzen kann. Auch mit Schwimmen ist es hier deshalb nicht so fein. Plantschen in Strandnähe ist aber allemal möglich.

Beim Schlendern am Strand von Ost nach West halten wir die Augen nach Muscheln offen und finden ein paar ganz besondere Exemplare.

Wir fahren dann ins Hotel um uns zu duschen und um uns danach zeitgerecht die Wäsche aus der Bubbles Laundry abzuholen.

Am frühen Abend fahren wir noch zum Flughafen um uns nach unserem Flug zu erkundigen. Wir erhalten die Bestätigung, dass der Flug planmäßig durchgeführt wird.

Abendessen auch heute wieder im Cafe Mango. Das Essen dort ist einfach zu gut.

Als wir am Abend im Bett liegen, spüren wir ein leichtes Erdbeben. Wir machen uns aber keine Gedanken wegen eines Tsunami. Wir sind auf einem Hügel hoch über der Stadt.


27.8.2019 - Wir frühstücken heute ein letztes Mal im Cafe Tropicana. Das Bella Vista hat für eine geschlossene Gesellschaft bis 13 Uhr geschlossen.

Heidi will für ihre Muschelsammlung verschiedene kleine Taschen kaufen. In den Shops hier ist aber nichts passendes zu finden.

Da wir uns nicht auf das ausgemachte Taxi für morgen um 4 Uhr zum Flughafen verlassen wollen, fahren wir gegen 11 Uhr zur Autovermietung. Wir wollen mit dem Auto selbst zum Flughafen fahren und es dort abstellen. Bei der Autovermietung ist eine junge Frau da, die uns aber diesbezüglich keine Zusagen machen kann. Sie vertröstet uns auf nach Mittag.

Als wir wieder kommen ist der Chef immer noch nicht da, aber ein junger Mann, der das Auto gleich für die Rückgabe in Empfang nehmen will. Wir erklären ihm unser Anliegen. Er redet kurz mit der jungen Frau, die uns dann sagt, dass wir morgen um 4 Uhr da sein sollen. Es wird dann jemand hier sein, der mit uns zum Flughafen fährt. Wir verzichten im Gegenzug auf das Restgeld von 60 TOP aus der Kaution. Die junge Frau willigt ein und die Sache wäre damit erledigt.

Zufrieden fahren wir danach, in Ermangelung anderer Möglichkeiten, wieder an den Strand von Keitahi und verbringen dort den Nachmittag.

In Neiafu tanken wir den Wagen voll und heben danach noch Geld ab um das Hotel bezahlen zu können. In der Hotelrezeption sind zwei Mitarbeiter ohne Kompetenzen anwesend. Die junge Frau ruft ihren Chef an, als ich mein Zahlungsbegehren anbringe. Sie verlangt, wie vereinbart, 320 TOP für die vier Nächte. Ich zahle in bar und verlange eine Rechnung. Sie will mich auf morgen vertrösten. Das ist hier, so wie auch auf Fiji, ein beliebtes “Spiel”. Die Dinge auf morgen zu verschieben, obwohl es keinen objektiven Grund dafür gibt. Als ich das nicht akzeptiere, nimmt die junge Frau den Rechnungsblock, der vor ihr auf dem Tisch liegt, zur Hand und stellt die Rechnung aus.

Wir gehen zum Abendessen wieder ins Mango. Für das Dessert aber gehen wir ins Bella Vista. Als wir ankommen ist das Lokal völlig leer. Nur im Barbereich sitzt ein Gast. Wir nehmen Platz und bestellen. Heidi nimmt eine Fruit Crepe und ich einen Eiskaffe aus zwei Kugeln Vanilleeis und einem kalten Espresso. Eine herrliche Mischung. Ich habe selten einen so guten Eiskaffee getrunken.

Als wir fertig sind, kommt der eine Gast aus dem Barbereich, ein junger Mann, mit einer Flasche Wein in der Hand zu uns an den Tisch. Er heißt Justin und erklärt uns, dass er sich bei der Bestellung vertan hat, die Flasche für ihn alleine zu viel ist und er uns den Rest überlassen möchte. Es ist ein italienischer Chianti und die Flasche ist noch zu ¾ voll. Wir nehmen die Einladung an und bitten ihn, an unserem Tisch Platz zu nehmen. Das lehnt der zunächst mit der Begründung ab, dass er sein Essen noch bekommt und uns nicht stören will. Wir bestehen aber darauf und er gibt nach und setzt sich zu uns. Während wird plaudern und er seine Spaghetti isst, trinken wir gemeinsam die Flasche leer. Danach gehen wir so auseinander, wir zusammengekommen sind. Nette Zufallsbekanntschaften macht man auf so einer Reise immer wieder.

Wir fahren anschließend ins Hotel und packen unsere Sachen. Morgen geht die Reise nach Samoa. Wir bleiben noch auf der Südhalbkugel, spüren aber schon den Zug nach Norden.

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