• hrammler

23.-26.5.2019 - Blue Lagoon Beach Resort



23.5.2019 - Wir gehen am frühen Vormittag am Oarsman Bay Resort vorbei zum äußeren Strand. Dort sind keine Leute und auch sonst keine touristischen Einrichtungen mehr. Wir gehen mit unserer Schnorchelausrüstung ins Wasser. Hier gibt es allerdings nicht viel zu sehen. Wir machen es uns am Strand gemütlich und hören Musik übers Internet. Es ist ein herrlich sonniger Tag.

Heidi klagt über Schmerzen im äußeren Gehörgang am linken Ohr. Es sticht immer wieder leicht. Wir vermuten eine Entzündung. Gegen Mittag haben wir genug von der Sonne und machen uns zu unserem Zimmer auf. Am Weg dorthin gehen wir in die Rezeption und fragen wegen eines Medikaments für Heidi. Es gibt Ohrentropfen gegen so genannte Swimmer’s Ears. Die passen genau auf Heidis Symptome. Wir gehen damit gleich in unsere Villa und tropfen ein.

Heute ist erst um 13 Uhr Lunch, weil es ein Buffet gibt und auch die neu ankommenden daran teilnehmen können sollen. Heute kommen auch Paul und Robin an. Wir wollen, wie versprochen, am Strand stehen und sie mit Gesang und Bula begrüßen.


Heidi - Paul - Robin

Wir gehen daher pünktlich um 13 Uhr zum Essen damit wir zur Ankunft rechtzeitig vorne sein können. Kaum sitzen wir beim Essen, biegt der Yasawa Flyer um die Ecke. Wir haben aber noch reichlich Zeit, weil das Ein- und Aussteigen und das Be- und Entladen des Gepäcks eine Weile dauert. Wir können von unserem Platz aus das Ganze gut beobachten. Als es dann soweit ist, sind wir noch nicht ganz fertig mit unserem Essen. Wir bitten die Kellnerin alles stehen zu lassen. Wir gehen flott nach vorne zum Ankunftsbereich und warten auf die Boote. Als das Personal zu singen und zu klatschen beginnt, machen wir fleißig mit. Wir können zwar das Lied nicht aber klatschen und Bula! rufen geht allemal. Wir stellen aber zu unserem Bedauern fest, dass die beiden nicht dabei sind. Wir gehen zum Restaurant zurück und fragen uns was wohl passiert sein mag? Als wir zum Restaurant zurückkommen fragt die Kellnerin nach ob die beiden gut angekommen sind. Wir erzählen ihr, dass sie nicht gekommen sind. Sie sagt, dass ein Boot noch einmal hinaus fährt um weitere Gäste abzuholen. Da müssten sie dabei sein. Wir gehen nochmals nach vor und warten auf das dritte Boot. Wir klatschen wieder kräftig mit als sich das Boot nähert und können aus einiger Distanz die beiden schon erkennen. Als das Boot an den Strand kommt sehen sie auch uns und winken uns zu. Wir begrüßen einander herzlich und gehen dann wieder zum Essen, während die beiden den Check In erledigen.

Da sich Heidis Schmerzen leider verschlechtern, gehen wir am Nachmittag zum Diveshop und sagen unsere Tauchgänge für morgen ab.

Am Abend machen wir noch einen Strandspaziergang und suchen eine Muschel für unser Badezimmer in unserer Unterkunft, die wir als Seifenschale verwenden wollen.

Nach dem Dinner machen wir, dass wir in unser Zimmer kommen. Heidi will sich früh schlafen legen um ihre Ohrenentzündung loszuwerden.


24.5.2019 - Heidis Schmerzen haben sich gebessert. Robin hat ihr gestern Abend noch Ohrentropfen mit Cortison gegeben. Die haben offensichtlich gewirkt.

Anstelle der Tauchgänge wollen wir heute den Track auf die Berge hinter unserem Resort gehen.

links oben die höchste Erhebung der Insel

Gegen viertel zehn gehen wir los. Wir melden das beim Diveshop. Das soll man machen, wenn man alleine etwas abseits der, vom Resort angebotenen Aktivitäten, macht, damit die Leute hier wissen ob jemand vermisst wird.

Wir haben eine Flasche Wasser mit. Heute ist wieder ein perfekter, sonniger Tag. Die Wanderung geht zunächst durch die hinteren Bereiche des Resorts.



Danach folgt der Anstieg auf die Berge zunächst kurz durch Wald und Büsche und bald durch Gras, das die ganzen Berge hier bedeckt und das stellenweise fast zwei Meter hoch ist. Bereits nach den ersten Höhenmetern bieten sich uns schöne Ausblicke auf das Meer und die umliegenden Inseln. Wir steigen weiter bergan bis zu ersten Anhöhe auf der sich eine Wegkreuzung befindet. Wir nehmen den Weg gerade aus, der auf selber Höhe weiter führt und am Ende einen Ausblick auf die andere Seite der Insel bietet. Bereits hier sind wir überwältigt von der Schönheit.




Wir gehen wieder zurück zur Wegkreuzung und nehmen nun den anderen Weg, der uns auf den Hauptgipfel und die höchste Erhebung der Insel führt. Der Weg geht zunächst kurz bergab um dann auf gleiche Höhe anzusteigen. Abwechselnd eben und bergauf geht es zum Hauptkamm und auf diesem in wechselnd steilen Passagen in cirka 45 Minuten Gehzeit zum Gipfel. Von dort hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die Inseln der Yasawas und auf den Pazifik in alle Himmelsrichtungen.




Der Aufstieg war, obwohl kurz, anstrengend, da es in der Sonne doch ziemlich heiß ist und es während der ganzen Zeit keinen Schatten gab, da auf den Bergen hier nur sehr vereinzelt Bäume stehen. Wir sind trotzdem glücklich und können gar nicht beschreiben was wir empfinden als wir auf die schier endlosen Weiten des Pazifischen Ozeans schauen, der still und friedlich vor uns liegt.



Nach einer Rast nehmen wir den Abstieg in Angriff und sind nach insgesamt knapp drei Stunden kurz nach zwölf Uhr Mittag wieder im Resort. Wir nehmen ein Bad im Meer und gehen dann in unsere Villa.

Nach dem Lunch haben wir uns für 14:30 Uhr zum Ausflug in das Village angemeldet, das sich auf der selben Insel befindet. Wie überall auf den Inseln hier gibt es auch auf dieser keine Straßen und somit keinerlei motorisierten Verkehr an Land. Keine Autos und keine Mopeds. Mit dem Boot fahren wir ca. 10 Minuten. Auf dem Landweg befindet sich das Dorf cirka 5 km entfernt.

Zuerst besuchen wir die Schule. Auch hier werden Primary School und High School gemeinsam geführt. Wir nehmen auf Stühlen vor einem Gebäude Platz. Vor uns haben sich auf der Wiese die älteren Schüler zwischen 10 und 14 Jahren versammelt.



Es gibt eine Vorführung mit Gesang und Tanz und ein Kava Zeremonie, in die auch das Publikum eingebunden wird. Auch ich werde von den Schülern ausgewählt und muss eine Schale Kava in einem Zug austrinken. Die Zeremonie hat ein festes Ritual. Der Kava wird in einer Schüssel zubereitet. Es wird eine Schale aus einer ausgehöhlten Kokosnuss mit Kava gefüllt. Der Zeremonienmeister hält die Schale mit gestreckten Armen von sich und weist damit auf eine bestimmte Person. Dann nimmt er die Schale zur Brust, geht auf die Person zu und reicht ihr die Schale. Bevor der Empfänger die Schale annimmt, muss er einmal in die Hände klatschen und “Bula” sagen. Anschließend wird die Schale in einem Zug geleert, während der Zeremonienmeister drei mal in die Hände klatscht. Die geleerte Schale übergibt man wieder dem Zeremonienmeister der ein lautes “Bula” ausruft.

Der Tanz, den die Buben vorführen ist ein Kriegstanz. Dabei werden böse Grimassen geschnitten und einschüchternde Laute ausgestoßen.

Die gesamte Vorführung ist sehr lebendig und freudvoll. Am Ende wird auch hier das Publikum zum Tanz aufgefordert und in die Gemeinschaft mit einbezogen. Die Buben haben ihren Spaß dabei, die Frauen zum Tanzen zu holen und manche tanzen mit zwei, drei oder mehr Frauen gleichzeitig.

Danach machen wir einen Rundgang durch das Dorf, das um die 400 Einwohner hat. Die Dörfer sind hier alle annähernd gleich organisiert.


Auch hier gibt es ein Versammlungshaus, eine zentrale Trommel die die Leute zusammenruft und drei Kirchen. Auch hier leitet der Headman die Dorfgemeinschaft.


Zum Anlass des Dorfbesuchs verkaufen die Frauen verschiedene, selbst gemachte Souveniers. Wir schlagen bei den so genannten Tapas zu. Das sind bedruckte Stoffe die aus einer Baumrinde hergestellt werden und zur Dekoration dienen. Wir kaufen drei große und drei kleine.

Danach gehen wir wieder zurück zum Boot und fahren ins Resort. Wir gehen in unsere Villa und legen uns aufs Bett, wo wir beide alsbald einschlafen. Kurz vor sieben werden wir wach und hören bereits das Singen des heute, vor dem Dinner stattfindenden "Fijian Meke" einer Folkloreshow. Wir ziehen uns an und gehen zum Restaurant. Beim Dinner sitzen wir mit Robin und Paul am Tisch. Als nach dem Essen die Party los geht, suchen wir das Weite und ziehen uns in unsere Villa zurück.


25.5.2019 - Wir haben uns zum Cave Trip angemeldet. Um 8:15 Uhr soll es los gehen. Nach Fiji time ist das 8:30 Uhr oder später. Wir wissen das zwar, sind aber trotzdem pünktlich, weil man ja nie weiß. Und bei der Anmeldung wurde uns gesagt “eight fifteen, no fiji time”, was so viel bedeutet wie pünktlich. Wir sind zwar zeitgerecht da, es geht aber trotzdem erst kurz nach halb neun Uhr los. Zwei Mitarbeiter des Diveshops begleiten uns und werden uns durch die Höhle führen. Die Höhle ist aus dem Film "Die Blaue Lagune" bekannt.

Wir fahren mit dem Motorboot bei wolkenlosem Himmel und glatter See bis zur letzten Insel der Yasawas. Die Fahrt dauert ein knappe halbe Stunde. Dort fahren wir an den Strand. Nachdem uns Vatili, unser Divemaster und Guide, die Einzelheiten erklärt hat, gehen wir die betonierten Stufen zur Höhle hinauf. Genauer gesagt sind es zwei Höhlen. Beide sind zum Teil mit Brackwasser, einer Mischung aus Salz- und Süßwasser gefüllt. In der ersten Höhle gehen wir ins Wasser und schwimmen hinein.



Die Höhle hat ein teilweise offenes Dach und sieht aus wie eine gotische Kathedrale. Um die zweite Höhle erreichen zu können, muss man eine kurze Passage von ca. 1 Metern Länge und ca. 50 cm Tiefe durchtauchen. Unser Guide geht mit Taschenlampe voraus. Er hilft uns mit seiner Hand durch die Öffnung und leuchtet uns den Weg. Es ist ein spannendes Erlebnis.

In der zweiten Höhle hat Vatili eine Lampe aufgestellt, damit wir wenigstens ein bisschen sehen können. Es wäre ansonsten stockdunkel. Als die ganze Gruppe durch ist, schwimmen wir gemeinsam weiter nach hinten bis zu einem Kamin mit ca. einem Meter Durchmesser, der ungefähr 15 bis 20 Meter vertikal nach oben ins Freie führt. Aus einiger Entfernung konnten wir bereits das fahle Licht von oben erkennen. Wir verweilen dort einige Augenblicke und testen noch die Akustik der Halle, indem wir alle gemeinsam ein lautes Bula ausrufen. Das ist übrigens wie früher beim Kasperl in Fernsehen. Das kann nie laut genug sein und muss immer mindestens ein zweites mal wiederholt werden. Dann geht es den selben Weg wieder zurück.



Als wir die Höhle verlassen, haben die Bewohner des Dorfes von der gegenüber liegenden Insel am Strand vor dem Höhleneingang einen, wie es hier heißt “Shell Market” aufgebaut an dem wieder Souverniers verkauft werden. Alles ohne Kaufdruck und zu erschwinglichen Preisen. Heidi kauft noch einmal Schmuck.



Bei den Felsen sehen wir eine riesige Krabbe, die vom umliegenden Laub kaum zu unterscheiden ist und dort ihren Tagesgeschäften nachgeht. Mit ihren Stielaugen sieht sie uns an und blinzelt uns zu.






Gegen 11 Uhr sind wir wieder im Resort und verbringen die Zeit bis zum Lunch vor unserer Villa.

Nach dem Lunch haben wir uns für 15 Uhr zu einem Tauchgang angemeldet. Da Heidis Schmerzen im Gehörgang nur noch leicht vorhanden sind, können wir den auch machen. Wir sind 20 Minuten vor drei beim Diveshop und fassen wie gewohnt unsere Ausrüstung aus. Mittlerweile haben wir schon Routine darin und kennen den Ablauf.

Mit dem Boot fahren wir über die glatte See einige Minuten vor die Küste und machen halt. Mit uns geht ein weiterer Taucher namens Brian ins Wasser. Ein zweiter Divemaster und drei Tauchschüler sind auch an Bord. Wir werden ein Revier mit der Bezeichnung “The Canyons” erkunden. Bevor wir ins Wasser gehen, gibt es noch eine Einweisung durch unseren Divemaster Fraser und eine Besprechung. Dann legen wir unsere Ausrüstung an. Heidi und ich gehen mit einer Rückwärtsrolle ins Wasser. Dann folgen Fraser und Brian. Wir sammeln uns am Bug des Bootes und beginnen zeitgleich den Abstieg. Während Heidi und ich abstiegen bemerken wir, dass der dirtte Tauchkollege offenbar Probleme mit dem Druckausgleich hat und nicht weiter nach unten kann. Wir gehen bis zum Grund auf und warten ab. Der Divemaster bleibt bei Brian und versucht das Problem zu lösen, doch es geht nicht weiter. Dann kommt Fraser zu uns und gibt Signal in welche Richtung wir tauchen. Wir sind auf einer Tiefe von 16 Metern. Brian taucht mit uns, verbleibt zunächst weiter oben, kann aber im Zuge des Tauchgangs nach und nach bis auf unsere Tiefe absteigen.

Wir sehen wieder herrliche Korallen und viele bunte Fische. Bereits nach wenigen Minuten kreuzt ein Riffhai unseren Weg. Er kommt heran, schwimmt kurz um uns herum und verschwindet dann wieder im Riff. Ein riesiger Lobster versteckt sich im Riff und der Divemaster bringt Korallen durch Berührung dazu, von braun auf lila die Farbe zu wechseln.

Wir sind 42 Minuten unter Wasser. Beim Auftauchen ist das Meer ganz ruhig wie ein Binnensee bei Windstille und die Nachmittagssonne scheint vom fast wolkenlosen Himmel. Wir treiben gemeinsam am Rücken liegend im Wasser und warten auf das Boot, das sich einige Hundert Meter entfernt an der Stelle befindet, wo wir ins Wasser gegangen sind. Es ist ganz still und friedlich und wieder einer jener Momente an denen man versteht warum der Pazifik der “Stille Ozean” genannt wird. Unser Divemaster bringt es auf den Punkt und meint, dass es gar nicht zu glauben ist, dass man sich im Ozean befindet.

Beim Dinner treffen wir dann wieder zwei der Tauchschülerinnen die mit uns am Boot waren. Es gibt ein “on the table buffet”. Da werden die Tische aufgefüllt und sobald einer voll ist wird aufgetragen. Auf diese Weise werden wir zufällig neben die beiden gesetzt. Sie stammen aus den USA und wir unterhalten uns blendend. Es wird gescherzt, gelacht und erzählt. So verfliegt die Zeit und alsbald verabschieden sich die Tischkolleginnen und auch wir gehen in unsere Villa Nummer 9.


26.5.2019 - Wieder ein Abschied. Heute verlassen wir endgültig die Yasawas. Wir gehen nach dem Frühstück und dem Check Our noch einmal zum Strand hinter dem Oarsman Bay Resort. Wir gehen noch ins Wasser und liegen gemütlich am Strand.


Vor der Abfahrt duschen wir noch im den Gemeinschaftsbaderäumen die sich bei den Dorms und den Lodges befinden. Für die kleineren Reisebudgets ist das auch eine akzeptable Möglichkeit der Übernachtung, wenngleich nicht so komfortabel wie in den Villas. Es ist aber alles ganz sauber und adrett. Man hat nur nicht das Bad und das WC im Zimmer und weniger Platz.

Kurz nach 13 Uhr kommt überpünktlich der Yasawa Flyer. Auch Robin und Paul müssen heute abreisen. Sie fliegen am Abend von Nadi aus nach Hause nach San Diego California. Wir haben noch zwei Nächte in Nadi, bevor wir am Dienstag nach Tonga fliegen.

Kurz vor 18 Uhr sind wir in Port Denarau. Wir tauschen noch die Kontaktdaten mit Robin und Paul aus und verabschieden uns dann mit gegenseitigen Einladungen.

Wir fahren mit dem Busshuttle wieder ins Aquarius On The Beach, wo wir noch zu Abend essen. Nach dem Essen steht heute der Film "Die Blaue Lagune" aus dem Internet auf dem Programm.


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