• hrammler

23.-25.4.2019 - Die Tage schlendern dahin



Wir sind in der Island Time angekommen. Das hat man dann erreicht, wenn man die Geschwindigkeit der Insel angenommen hat. Meistens bedeutet das eine Verlangsamung. Man hetzt nicht mehr von einem Ort, von einer Aktivität zur nächsten. Man schlendert eben. Manchmal auch oder meistens sogar ohne konkretes Ziel.

Trotzdem sind wir nicht untätig. Wir planen auf der Sitzgarnitur vor unserem Bungalow unsere weitere Reise und buchen Flüge. Jetzt habe ich endlich herausgefunden, wie wir das Internet von der SIM-Karte des Mobiltelefons für den Laptop nutzen können. Einfach die beiden Geräte mit einem USB-Kabel verbinden und am Handy in den Einstellungen bei Netzwerk & Internet Hotspot und Tethering das USB-Tethering auf aktiv stellen und schon funktioniert's. Das erleichtert uns die Sache ganz gewaltig. Ab sofort können wir auch in unserem Strandbungalow und auf der Terrasse das Internet nutzen.

Wir tüfteln herum wie wir es weiter anlegen. Den Flug nach dem Segeln von Tonga weg lassen wir uns noch offen. Es ist nämlich durchaus möglich, dass wir bis nach Fidschi mitsegeln. Das müssen wir aber erstens noch überlegen und zweitens mit unseren Segelhosts klären.

Das Wetter ist uns jedenfalls gewogen. Am Vormittag ist es meistens bewölkt. Als wir mit dem Schmieden unserer weiteren Reisepläne fertig sind ist es Mittag. Wir setzen uns auf den Scooter und fahren zum Wigmor’s Waterfall. Am Beginn der Zufahrtsstraße zahlen wir 2 NZD/Person und fahren die Schotterstraße hinauf. Das letzte Stück ist wegen Bauarbeiten gesperrt und wir müssen ein paar hundert Meter zu Fuß gehen.

Am Weg zum Wasserfall

Der Wasserfall ist klein und mündet in ein Becken, in dem man schön schwimmen könnte. Wir haben aber keine Badesachen dabei. Also lassen wir uns nur kurz von den zahlreichen Mosquitos stechen und gehen dann wieder zum Scooter und fahren wider zurück in die Unterkunft.

Von dort aus wollen wir eine Wanderung auf den 340 Meter hohen Reamaru machen, der praktisch vor der Haustüre liegt. Auf dem Weg dorthin reißt die Wolkendecke auf und es wird ordentlich heiß, sodaß wir schon nach 300 Metern wieder umdrehen, uns die Badesachen holen und doch zum Strand fahren.



Das Wetter ist in den letzten Tagen hauptsächlich trocken. Es ist immer wieder, vor allem am Morgen, stark bedeckt, die Sonne setzt sich aber meistens im Verlauf des Vormittags bis zum Mittag immer mehr durch. Der Tag wird dann fast immer angenehm warm. Es regnet nur ganz leicht und immer nur kurz. Seit dem großen Regen am zweiten Tag hatten wir keinen Starkregen mehr.


Muri Night Market

Am Abenden fahren wir dann zum Muri Night Market. Dort gibt es an den Ständen vor allem selbst gekochtes von den Einheimischen. Es sind Tische und Stühle aufgestellt und man kann vor Ort konsumieren oder mitnehmen. Auch hier wird, wie überall auf der Insel auf eine genaue Mülltrennung und -entsorgung geachtet. Die Behälter sind zumeist aus Karton und das Besteck aus kompostierbarem Kunststoff. Es stehen Müllbehälter für die diversen Materialien bereit. Auf der gesamten Insel herrscht ein gutes Abfallbewusstsein. Plastikvermeidung wird ganz groß geschrieben. Littering, also das achtlose wegwerfen von Abfällen wird streng gehandhabt und existiert praktisch nicht. In den Schulen gibt es entsprechende Projekte.



Am Heute 25.4.2019 ist ANZAC Day. Wieder ein Feiertag. An diesem Tag wird in Australien, Neuseeland und anderen Pazifikstaaten der Soldaten gedacht, die in allen Kriegen und Friedensmissionen ihr Leben gelassen haben. Es ist wie an den Osterfeiertagen. Viele Lokale haben geschlossen und in der Hauptstadt ist wieder fast alles zu.

Wir schlafen bis neun und fahren nach dem Frühstück so gegen elf Uhr an den Strand beim Black Rock an der Nordwestseite der Insel. Das ist unser Lieblingsplatz. Dort hat das Wasser keine Strömung und der Strand ist windgeschützt, da hier auf der Insel der Wind immer aus Südosten weht. Wir sind hier im Südostpassat. Der Wind ist somit an der Ost- und der Südseite am stärksten. Das macht das Baden an diesen Stränden unangenehmer.

Da die Sonne heute ziemlich stark ist, halten wir es nur bis drei Uhr am Stand aus. Dann fahren wir, einen Umweg über ein Cafe nehmend, in unsere Unterkunft zurück.

Gegen 17 Uhr wieder zum Muri Night Market zum Dinner.

Am Abend sitzen wir noch in unserem Backpacker auf der Gemeinschaftsterrasse mit anderen Bewohnern zusammen und unterhalten uns gut. Dort treffen wir auch die erste Österreicherin auf unserer Reise. Eine junge Tirolerin.

Morgen haben wir dann wieder einen Termin. Um 13 Uhr müssen wir bei den Pacific Divers sein und unsere beiden letzten Tauchgänge absolvieren.

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