• hrammler

19.5.2019 - Cast Away


Modriki - Cast Away Island

Die Tour geht von Port Denarau los. Wir werden mit einem Motorkatamaran ähnlich dem Yasawa Flyer zur Insel Mana gebracht. Die Insel gehört zur Gruppe der Mamanucas so wie South Sea Island und Beachcomber vor denen kurz gehalten wird. Vor Mana steigen wir auf die Jolly Bula einem umgebauten Segelschiff um, mit der wir unsere eigentliche Tour machen. Wir sind 28 Gäste und 9 Mann Besatzung an Bord. Gleich nach dem Losfahren gibt es Champagner. Alle Getränke und der Lunch sind im Preis von 249 FJ$/Person inbegriffen.

Die Ausfahrt aus der Lagune vor Mana ist schwierig aber gut gekennzeichnet. Mit sicherer Hand steuert der Kapitän das 25m lange Schiff zwischen den Korallenbänken über das Riff ins tiefere Wasser. An der Insel entlang geht es Richtung Westen, wo wir Backbord voraus bereits die Insel Modriki sehen können.

Am offenen Meer übergibt der Kapitän das Steuer an einen Ausflugsgast, der uns für die nächste Stunde unter Anleitung eines Besatzungsmitglieds über die ruhige See bis kurz vor Modriki lenkt.



Während der Fahrt sitzt ein Teil der Mannschaft auf der Musterstation, musiziert mit Gitarre und Ukulele und singt dazu. Die FijianerInnen sind sehr musikalisch und die Lieder die gesungen werden kennt jedes Besatzungsmitglied und immer wieder stimmen sie in den Gesang mit ein.


Vor Modriki übernimmt der Rudergänger wieder das Steuer. Wir legen an einer Boje an und werden mit dem kleineren Motorboot an Land gebracht. Eine Schnorchelausrüstung wurde uns vorher bereitgestellt. Es ist ca. 11:45 Uhr und wir haben bis 13 Uhr für den Besuch auf der Insel Zeit.

Die Insel ist umgeben von anderen näher liegenden und auch weiter entfernten und liegt nicht so wie im Film dargestellt völlig isoliert. Die Insel ist unbewohnt und hat sich seit den Dreharbeiten im Grunde kaum verändert. Nur vor dem Hügel auf dem der Hauptprotagonist des Films Chuck Noland das Wort HELP mit Holz in den Sand legt, sind Büsche aufgewachsen, sodass der Hügel wenn man am Strand darunter steht nicht mehr gesehen werden kann. Wir erkunden weiter die Insel und suchen nach Plätzen, die uns aus dem Film bekannt sind.






Wir finden den Felsen, an dem Chuck Noland versucht, die Kokosnüsse zu knacken und bei dem er seinen Kollegen beerdigt.





An der Süd- und Südostseite ist die Insel von einem Riff umschlossen. Das ist im Film gut zu sehen. Und auch der an dieser Seite liegende Strand ist im Film gut zu erkennen.





Auf dem Hügel Richtung Norden ist mit Kokosnussschalen “HELP ME” In den Sand geschrieben. Das ist auch jener Hügel, der im Film dafür verwendet wurde. Die Höhle zu suchen, in der Chuck Noland Zuflucht sucht, dafür fehlt uns leider die Zeit.




Wir legen zwischendurch noch einen Schnorchelgang ein und dann ist es auch schon wieder so weit, auf das Schiff zurückzukehren. Mittlerweile hat die Mannschaft den Griller am Heck des Schiffes in Betrieb genommen und den Lunch hergerichtet. Es gibt wieder herrlich gegrillten Fisch, Huhn und Würstchen. Dazu Reis, Kartoffelsalat, Coleslaw und Früchte. Und Getränke so viel man haben möchte.

Nach dem Essen legen wir ab und fahren bei Sonnenschein in gemütlichem Tempo auf glatter See bei stimmungsvoller Musik aus dem Lautsprecher in Richtung der nur wenige Seemeilen entfernten Insel Yanuya. Die Musik passt vollendet zur Umgebung und zur Stimmung. Musikdramaturgisch sind die FijianerInnen perfekt.

Die Führung im Dorf ist kurz. Heute ist Sonntag. Da gibt es keinen Markt und die meisten Leute ruhen. Nur die Kinder sind unterwegs und begleiten uns streckenweise. Wir bekommen erklärt, wie die Dorfgemeinschaft organisiert ist und funktioniert. Es gibt eine Schule in der beinahe 200 Kinder von der 1. bis zur 8. Schulstufe unterrichtet werden. Die Kinder kommen auch von den Nachbarinseln und sind internatsmäßig von Montag bis Freitag hier untergebracht.

Strom gibt es erst seit 2018 und nur aus Solarpaneelen. Es gibt auch hier wie in jedem anderen Village eine Kirche. Das muss laut Guide in jedem Ort so sein und ist das zentrale Element gegen gegen den Kannibalismus. Die medizinische Versorgung wird durch eine Krankenschwester abgedeckt. Die meisten Krankheiten werden mit Naturheilmitteln behandelt.

Es gibt eine zentrale Trommel, einen ausgehöhlten Baumstamm, im Ort, mit der die Menschen zusammengerufen werden, wenn wichtige Dinge anstehen.

Das Oberhaupt der Insel ist der Headman sozusagen der Bürgermeister. Dieser wird nicht gewählt, sondern entstammt der Blutlinie des mächtigsten Warlords. Hat der Warlord nur weibliche Nachkommen verschiebt sich die Linie auf den Bruder. Wird wieder ein Sohn in der Linie des vorigen Warlords geboren, fällt die Linie wieder auf diesen zurück. Neuerdings kommt es aber auch vor dass der Headman eine Frau ist. Das wird von unserem Guide mit der Christianisierung begründet.

Die meisten Menschen verbringen angeblich ihr ganzes Leben hier und gehen nicht weg. Manche pendeln täglich zur Arbeit auf die anderen Inseln aus. Viele arbeiten in den Urlauberresorts.

Nach der Führung geht es wieder auf das Schiff und zurück nach Mana, wo wir wieder auf dem Motorkat umsteigen und nach Port Denarau zurück fahren.

Mit dem Shuttle fahren wir ins Aquarius und vereinbaren an der Rezeption, dass wir bis zu unserer Rückkehr am 26.5.2019 einen Koffer im Hotel stehen lassen können. Dann packen wir alles für unseren neuerlichen Bula Pass Trip zusammen und holen uns einen Mocktail und ein Bier aufs Zimmer. Zur Verarbeitung der heutigen Eindrücke auf Modriki schauen wir uns den Film Cast Away im Internet an und schlafen anschließend zufrieden ein. Morgen wird uns der Shuttle abermals um 7:15 Uhr vor dem Haus abholen. Das heißt wieder um 6 Uhr aufstehen.



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