• hrammler

15.3.2019 - Daintree Rainforest NP

Aktualisiert: 20. März 2019

Am Morgen gab es beim Frühstück noch einen ordentlichen Guss. Danach hat sich der Himmel aber aufgeklart und es wurde wieder sonnig, heiß und schwül. Wir sind weiter Richtung Norden gefahren. Vorbei an einer kleinen Teeplantage, wo Tee in einem Honestyshop erstanden werden konnte. Danach haben wir eine kurze Rast bei Thornton Beach eingelegt und den wunderbaren Sandstrand besucht.

Danach ein Rundgang auf einem Bordwalk durch den Regenwald, der schlussendlich wieder zum Sandstrand geführt hat. Diesmal hat dort ein Boot angelegt, und es sind einige Menschen durch das Wasser an den Strand gewatet - offenbar eine Picknickgesellschaft. Ein Krokodil war nicht dabei.

Später haben wir uns auf den Weg nach Cape Tribulation gemacht ein herrlicher Ausblickspunkt nach einem kurzen Spaziergang.

Am Nachmittag haben wir dann die Ice Cream Factory besucht. Dort wird schmackhaftes Eis aus tropischen Früchten zubereitet, die in ihrem Garten wachsen. Es gibt einen Cup of the Day, bei dem vier Kugeln gemischtes Eis aus vier Sorten angeboten werden. Es gibt keine wirkliche Auswahlmöglichkeit. Das macht aber nichts. Das Eis ist köstlich und man ist dadurch angehalten, ungewöhnliche Sorten zu probieren. Seien wir mal ehrlich, ich hätte sowieso wieder mal Banane und Mango ausgesucht.

Als letzter Punkt stand dann noch die Cow Bay auf der Tagesordnung. Auf dem Weg dahin ist uns dann endlich ein Cassowary vor das Auto gelaufen. Davor wird nämlich ständig gewarnt. Dieser Vogel ist äußerst selten und ist vorwiegend dafür verantwortlich, dass es immer wieder neue Bäume im Regenwald gibt - sozusagen jeder Pubs ein neuer Baum. Die Menschen hier sind auf den Vogel sehr stolz und besonders achtsam. Er ist ungefähr so groß wie ein Schaf und hat schwarzbuntes Gefieder, einen großen verhornten Kamm auf dem Kopf und große Füße. Mit denen kann er angeblich kräftig treten, wenn man ihm zu nahe kommt. Wir haben das jedenfalls nicht getan, sondern ihm nur ganz schüchtern hinterher fotografiert, wie man an den schlechten Bildern sehen kann.

Die Cow Bay hat sich uns bereits in der späten Nachmittagsstimmung gezeigt und uns wieder atemberaubende Ausblicke und einen großen Baum zum Rasten angeboten. Das Klima hier ist schon sehr drückend und offenbar hat uns der gestrige Tauchtag doch mehr geschafft, als wir eigentlich erwartet hatten.

Zum Schluss sind wir wieder zu unserem ursprünglichen Campingplatz Lync Haven zurückgekehrt, haben uns ein Bier gekauft und auf unseren alten Platz gestellt. Jetzt sitzen wir im angeschlossenen Restaurant und warten auf Hannes Hühnercurry.

Anschließend machen wir uns auf den Weg zum Camper und haben auf dem Weg dorthin unser erstes

Schockerlebnis. Der Weg ist unbeleuchtet und wir haben zwar das Handy mit, aber die Taschenlampe nicht an. Der Weg vor uns ist nur schemenhaft zu erkennen. Plötzlich schreit Heidi laut auf und mach einen Satz in Richtung Hannes. Hannes ruft was ist los? Heidi sag: ich wurde von etwas gebissen. Mir (Hannes) fährt es durch alle Glieder. Ein Schlangenbiss ?! Wir kramen schnell das Handy aus Heidis Tasche hervor und machen die Taschenlampe an. In der Hektik dauer das eine gefühlte Ewigkeit. Als die Taschenlampe an ist, liegt eine ca. 1,5 m große, getigerte Schlage vor uns am Weg. An Heidis Ferse fließt aus zwei Einbissspuren hellrotes Blut hinunter auf den Flipflop.

Ich gebe Heidi das Handy und renne durch die Dunkelheit zur Rezeption und hole Hilfe. Der sachkundige Mitarbeiter des Campingplatzes kommt mit dem Auto und voller Beleuchtung. Die Schlange ist zum Glück noch da. Heidi zum Glück auch noch und wohlauf. Der Ranger erkennt sofort, dass es sich um eine Python handelt. Diese, so versichert er uns ist ungiftig und es handelt sich bei der Attacke und einen Abwehrbiss, der zumeist schlimmer aussieht als er ist. Erleichtert gehen wir anschließend Richtung Waschraum, reinigen die Wunden und gehen zum Camper wo wir die Bissstellen noch desinfizieren. Am nächsten Tag sind nur noch zwei kleine Bissstellen zu erkennen. Heidi hat keine Schmerzen und offensichtlich auch keine Infektion.

Nach diesem Schock lassen wir für diese Nacht die Heckklappe unseres Camper geschlossen. Außerdem haben wir unsere Stirnlampen ausgepackt. Ab sofort ist uns klar, dass wir und hier nirgends so bewegen können, wie wird das von zu Hause gewöhnt sind. Der Aufenthalt in Tieflandregenwald war faszinierend für mich (Hannes) eine ganz neue Welt. Doch nun ist es Zeit weiter zu fahren und nach neuen Ufern aufzubrechen.

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