• hrammler

12.-13.5.2019 Yasawa Islands - Drawaqa

Aktualisiert: 18. Mai 2019


Oder auch Barefoot Island. Wir sind hier im Barefoot Manta Resort untergebracht. In einer Zeltbure. Bad und WC befinden sich im hinteren Bereich. Das WC ist fest gemauert. Dusche und Waschbecken sind wie im vorigen Resort im Freien. Wir haben einen ganz privaten Vorgarten mit direktem Zugang zum Weststrand. Hier können wir den Sonnenuntergang genießen und es ist windgeschützt, denn auch hier kommt der Wind zumeist aus Osten oder Südosten. Wir liegen somit begünstigt im Lee. Die Insel ist schmal und das Resort ist zu beiden Seiten angelegt. Man kann von einer auf die andere Seite durchsehen. Gleich beim ersten Blick auf die Strände ist klar, dass die hier nicht so ideal sind wie im Blue Lagoon Beach Resort auf Nacula. Der Oststrand ist windexponiert. Es gibt an dieser Seite kein Riff vor dem Strand das die Wellen bremst. Diese brechen daher am Strand, was das Baden hier etwas ruppiger macht. Allerdings gibt es in diesem Bereich direkt an der Insel ein schönes Riff. Am Strand werden große Mengen von Seegras angeschwemmt.

Auf der anderen Seite ist das Riff viele Seemeilen entfernt. Man kann weit draußen am Horizont die Wellen brechen sehen. Wegen der günstigen Windrichtung ist das Wasser auf dieser Seite aber ruhig. Bei Ebbe sollte man sich nicht zu weit hinaus wagen, da dann die Strömung im so genannten Mantakanal ziemlich stark ist und man auf das offene Meer hinaus getrieben werden könnte. Ein Schwimmen gegen die Strömung ist nicht möglich.

Bei der Ankunft werden wir mit Gitarrenklängen und Gesang und natürlich wieder mit dem allgegenwärtigen Bula begrüßt. Wenn man höflich ist, dann beantwortet man das mit einem lautstarken “bula!!” Wir sind diesmal nur zu zweit bei der Ankunft, weil wir in Südrichtung reisen und mit dem Schiff von Norden kommen. Die nordwärts reisenden Gäste sind bereits am Vormittag hier ausgestiegen. Wir werden vom Resortmanager, der auch die Gitarre gespielt hat, begrüßt und erhalten ein umfangreiches Briefing über das Resort. Nach dem Check In an der Rezeption werden wir zu unserer Bure begleitet, wo unsere Koffer bereits eingestellt sind.

Dann machen wir eine Runde durchs Resort. Auch hier gibt es einen Dive Shop. Wir lassen und für morgen 9 Uhr zu einem Tauchgang eintragen, sind aber noch nicht ganz sicher.

Den Rest des Nachmittags verbringen wir am Weststrand.

Um 19 Uhr gibt es Abendessen. Wir werden mit einer Trommel, die aus einem ausgehöhlten Baumstamm besteht zum Dinner gerufen. Wir haben als Vorspeise Fischsuppe und als Hauptspeise Fisch mit Kartoffelpürree und Gemüse bestellt.

Das Essen schmeckt herrlich und ist bekömmlich zubereitet.

Heidi bekommt einen Muttertagscocktail. Heute ist zweiter Sonntag im Mai.



Nach dem Abendessen sitzen wir noch vor unserer Bure und schauen durch die Palmen in den Sternenhimmel. Der Halbmond beleuchtet unseren Vorgarten. Es sieht beinahe unwirklich aus. Wie in einer Hollywoodkulisse.

Wir gehen die paar Meter hinunter zum Strand und suchen am Himmel das Kreuz des Südens. Mir fällt dabei immer das Lied La Paloma in der Version von Hans Albers ein … hell durch die Nacht das leuchtende Kreuz des Südens ...


Dabei hatte der Tag gar nicht so gut begonnen. Es gab nämlich wieder einmal Ärger im Paradies. Als wir am Vormittag im Blue Lagoon Beach Resort auschecken, haben wir auf der Rechnung auch den so genannt Menu Plan, also unsere Vollpension mit 476 FJ$ stehen. Wir weisen darauf hin, dass wir das bereits bei der Buchung bei Awesome Adventures vor Antritt der Reise bezahlt haben. Die Mitarbeiterin an der Rezeption sieht nach und sagt uns, dass sie von uns keinen Voucher für den "meal plan” hat und fragt, ob wir den noch haben. Wir wissen nichts von einem Voucher und auch nicht, dass wir einen bekommen hätten sollen. Und nicht nur das. Es fehlen alle Voucher für die Vollpension für die folgenden Unterkünfte obwohl wir alles bezahlt haben. Sie ruft bei Awesome Adventures an und versucht das zu klären. Zunächst wird dort aber behauptet, wir hätten alle Voucher bekommen. Wir beteuern, dass das nicht so ist. Die Rezeptionistin bekommt aber die Bestätigung, dass wir bezahlt haben. Somit ist für hier alles erledigt und die Rechnung wird entsprechend angepasst.

Was aber machen wir in den anderen Unterkünften? Wir bitten Sie nochmals für uns bei Awesome Adventures anzurufen und für uns die Sache insoweit zu klären, als die Mitarbeiter auf dem Katamaran von unserem Problem wissen und uns entsprechenden Ersatz ausstellen können. Das wird von der Rezeptionistin umgehend erledigt.

Auf dem Boot sprechen wir dann die Mitarbeiterin am Kundendesk an, tragen unser Problem vor und verweisen auf die Kontaktperson, die uns über die Rezeptionistin am Blue Lagoon Beach Resort genannt wurde. Unser Anliegen wird nach telefonischer Rückfrage zwar zur Kenntnis genommen und auch in unserem Sinne erledigt. Die Art und Weise wie das geschieht ist für uns gewöhnungsbedürftig. Die Mitarbeiterin am Desk nimmt sich jede Menge Zeit, schickt uns weg und sagt wir werden aufgerufen wenn alles fertig ist. Wir setzen uns in die Nähe des Desks und warten. Die Zeit vergeht und nichts geschieht. Stattdessen wird am Desk geplaudert und gegessen oder gar nichts getan. Wir werden langsam nervös, weil unsere Ankunft am Zielpunkt immer näher rückt. Die ganze Zeit über machen wir uns Gedanken, ob das auch klappen wird und wir alles bekommen, was wir brauchen und wofür wir bezahlt haben. Kurz vor dem Aussteigen gehe ich dann nochmals zu der Dame und frage erstens nach unserem Bula Pass, den wir bei Zusteigen abgeben mussten und zweitens nach unseren Vouchern. Sie sieht mich an, überlegt kurz und greift dann auf ihren Stapel um mir alles auszuhändigen. Wir sind verwundert und verärgert zugleich. Zum einen, weil das alles scheinbar schon längst fertig geschrieben war und zum anderen weil man uns nicht wie angekündigt ausgerufen hat. Wir verlassen das Boot etwas entnervt und steigen um in das Motorboot. Beim Umsteigen übrigens passiert noch eine Kleinigkeit. Unser dritter Rucksack wäre beinahe stehen geblieben, wenn ich ihn nicht selbst von Bord getragen hätte. Wir hatten insgesamt 3 Paketstücke eingecheckt, die auch mit entsprechenden Anhängern gekennzeichnet waren. Man wird immer wieder aufgefordert seine Gepäckstücke zu identifizieren. Beim Einsteigen und vor dem Aussteigen. Das mache ich brav, weil ich vermeiden will, dass etwas nicht ein- oder ausgeladen wird. Und obwohl ich beim Einsteigen unsere 3 Gepäckstücke identifiziert habe und auch beim Aussteigen nochmals dem Personal, das für das Verladen der Gepäckstücke zuständig ist, eindeutig unsere 3 Rucksäcke gezeigt habe und auf weiteres zweimaliges Nachfragen des Personals nochmals unsere Gepäckstücke und die Anzahl bestätigt habe, wäre der dritte Rucksack einfach stehen geblieben.

13.5.2019 - Nach dem Frühstück gehen wir gegen 8:30 Uhr zum Diveshop. Wir werden den Tauchgang absolvieren. Als wir hinkommen ist ein Teil der Ausrüstung bereits hergerichtet. Wir erledigen den Papierkram. Das ist vor jedem Tauchgang erforderlich. Dann erhalten wir Masken, Flossen und Wetsuites. Insgesamt läuft das hier ein bisschen weniger genau ab, als bei den anderen Tauchgängen, die wir bereits gemacht haben. Wäre da nicht der eine Engländer der für uns ein wenig Struktur in die Sache bringt würden wir ziemlich dumm aus der Wäsche schauen. Aber schließlich und endlich sind wir ja keine ganzen Neulinge mehr und kennen das Prozedere ein wenig. Auf dem Boot wird die Ausrüstung einfach auf den Boden gelegt und nicht, so wie wir das kennen, sachgerecht stehend verstaut und gegen Umfallen gesichert. Die Ausrüstung selbst ist teilweise mangelhaft und beschädigt. Man muss aufpassen, kein schadhaftes Teil mit ins Wasser zu nehmen. Heidis Regulator zum Beispiel ist an einer Seite durchgebissen und unter Wasser schwer im Mund zu halten. Ersatz gibt es keinen. Mir werden Flossen hergelegt, die einen Riss an der Ferse haben und die Tauchermaske und der Schnorchel sind mit Lippenstift verschmiert. Die Ausrüstung wird scheinbar nicht gewartet und bei Bedarf ausgetauscht. Dafür wird im Diveschop als wir vom Tauchgang zurückkommen gedöst und geschlafen.

Das mit den Mundstücken ist generell so eine Sache. Wir wissen nicht ob die jemals nach dem Gebrauch gereinigt oder desinfiziert werden. Bisher haben wir nur gesehen, dass das ganze Zeug kurz in Süßwasser abgeschwemmt wird, das zumeist in einem Fass oder Becken bereit steht. Darin werden aber alle Regulatorsets gewaschen. Wir finden, dass das eine ziemlich grausige Angelegenheit ist. Immerhin weiß man nie, wer das Mundstück vorher gehabt hat und welche Keime man damit übertragen bekommt.

Mit dem Motorboot fahren wir an den Inseln entlang ans sogenannte “Crazy Reef”. In der Windabdeckung der Inseln ist das Meer ganz ruhig. Dort wo der Wind angreifen kann wird die Fahrt etwas rauher und das Boot stampf fest. Bei geschätzter Seegangsstärke 3 gehen wir ins Wasser. Wir sind vier Tauchkunden und zwei Divemaster. Am Riff gibt es nicht viel zu sehen. Da war der Tauchgang zwei Tage vorher am Cabbage Patch weitaus besser. Aber es war eine gute Übung und wir konnten 50 Minuten tauchen und hatten immer noch 50 bar im Tank.



Nach dem Tauchen geht’s zum Lunch. Wir haben Fisch bestellt. Ein gegrilltes Stück auf Reis mit Gemüse und Früchten. Dazu ein Garnierung mit Salat und einer köstlichen Sauce. Schmeckt einfach wunderbar. Der Koch hier hat echt was drauf. Auch das gestrige Abendessen war ein Hit.



Am Nachmittag faulenzen und bei Flut noch einmal schnorcheln. Wir lernen am Strand Anna, eine junge Deutsche kennen. Wir unterhalten uns eine ganze Weile, während die Wolkendecke dichter wird und es kurz einmal tröpfelt. Draußen am Meer entladen sich die Wolken in grauen Schleiern. Bei uns zieht es weiter zu und es beginnt auch hier leicht zu regnen. Wir flüchten uns unter das Vordach unserer Bure und verabreden uns mit Anna zum Kaffee in der allgemeinen Dining Area. Der Regen ist schnell wieder vorbei. Am Abend vor dem Essen gibt es dann einen ordentlichen Regenguss und auch in der Nacht regnet es einmal kurz.



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