• hrammler

10.-12.5.2019 Yasawa Islands - Nacula


10.5.2019 - Heute geht unsere Tour zu den Yasawa Islands los. Das ist eine schmale Inselgruppe die sich nordwestlich der Hauptinsel von Südwest nach Nordost erstreckt. Wir haben uns den so genannten Bula Pass für 9 Tage gelöst. Damit kann man mit einem Motorkatamaran, dem Yasawa Flyer, die Inseln in beliebiger Richtung anfahren und die Übernachtungen auf den Inseln buchen. Wir haben die Upgrade Version genommen und können somit in der gehobenen Zimmerkategorie buchen. Im Preis für den Pass sind die Übernachtungen bereits dabei. Die Verpflegung muss man extra buchen und zahlen, ist aber verpflichtend und Vollpension mit Breakfast, Lunch und Dinner. Wir sind der Empfehlung des Veranstalters, den Awesome Adventures gefolgt und haben die ersten beiden Nächte im nördlichsten Resort gebucht und arbeiten uns dann kontinuierlich nach Süden. Wir haben beim Kauf des Bula Passes gleich alle folgenden Resorts gebucht. Das ist einfacher. Man könnte die Resorts auch während der Reise auf dem Schiff buchen.

Bevor es für uns aber so richtig los geht, haben wir bei der Abreise noch Ärger im Quartier. Da wir um 7 Uhr den Pick Up für unsere Tour haben, können wir das bezahlte Frühstück im Club Fiji Resort nicht einnehmen. Frühstückszeit ist ab 7:30 Uhr. Das haben wir am Vortag noch bekannt gegeben. Es wurde uns versichert, dass das kein Problem ist und wir am Abend, wörtlich “tonight” entsprechenden Ersatz auf unser Zimmer geliefert bekommen. Wir sollen den Frühstücksvoucher der Serviererin geben, die alles nötige veranlassen wird. Das hat natürlich nicht geklappt und weder am Abend noch heute morgen wurde Frühstück geliefert. Als wir gegen 6:45 Uhr mit unserem Gepäck zur Rezeption gehen, sind die Küche und das Lokal noch geschlossen. Bei der Rezeption ist ein Mitarbeiter des Resorts anwesend der aber mit der Rezeption nichts zu tun hat. Das finden wir aber erst heraus, nachdem wir ihm unsere Frühstücksgeschichte erzählt haben. Er meint das sei nicht in Ordnung und wir sollten uns beschweren. Nach und nach treffen die Mitarbeiter/Innen ein und zuletzt auch jene für die Rezeption. Es ist bereits kurz nach sieben und wir erwarten jederzeit unsere Abholung. Wir bringen unsere Beschwerde vor aber die Mitarbeiterin hat keine adäquate Lösung für uns. Wir verlangen unser Geld zurück, das wir für das Frühstück bezahlt haben. Das wird mit der Begründung abgelehnt, dass eine solche Vorgangsweise mit dem Management nicht abgestimmt ist. Aha! Aber für das Frühstück Geld zu nehmen und es nicht bereit zu stellen ist mit dem Management abgestimmt?” antworten wir ironisch und bereits etwas genervt. Ich lasse nicht locker und bleibe auf meinem Standpunkt, wir haben bezahlt, sie haben nicht geleistet, daher wollen wir unser Geld zurück. Das ist ganz einfach. Die Mitarbeiterin wird langsam nervös und kopflos, beginnt herumzutelefonieren und uns zu erklären wer Schuld an der ganzen Sache hat. Das interessiert uns aber nicht und hilft uns auch nicht weiter. Wir bleiben hart. Weiterhin keine Lösung in Sicht. In der Zwischenzeit kommt unser Taxi und wir müssen los. Ich hinterlasse schriftlich meine Kontaktdaten und sage der Rezeptionistin, dass das Resort jetzt einige Tage Zeit hat, sich eine Lösung zu überlegen. Meine Kreditkartendaten sind bekannt und ich verlange das Geld - 40 FJ$ - überwiesen zu bekommen, andernfalls hört das Resort von meinem Anwalt. In der Hoffnung, dass das gesessen hat, verabschiede ich mich freundlich und wir steigen in unser Taxi, das uns zum Transferbus bringt, der mit uns dann nach Port Denarau fährt.

Am Hafenterminal geben wir die Koffer ab und holen uns unsere Tickets. Die Koffer bekommen einen Anhänger für das Blue Lagoon Beach Resort das wir als erstes anfahren und in dem wir zwei Nächte bleiben werden. Nachdem wir uns schnell einen Kaffee und einen Tomaten-Käse Toast geholt haben, gehen wir an Bord und pünktlich um 8:45 Uhr legt der Katamaran ab.


Nach kurzer Fahrt sind wir bereits beim South See Island. Einer wunderschönen kleinen Insel mit einem einzigen Resort. Da der Kat auf keiner der Inseln anlegen kann, kommen Boote, die das Gepäck sowie abreisende Passagiere bringen und anreisende aufnehmen. So funktioniert das auf allen Inseln.


Da wir als erstes die nördlichste Destination gewählt haben dauert unsere Anreise 4 Stunden 30 Minuten.

Die Inseln sind wunderschön. Hier erschließt sich uns ein ganz anderes Fiji das mit jenem auf der Hauptinsel nicht zu vergleichen ist. Während Viti Levu nichts ist, was man unbedingt gesehen haben muss, sind die Yasawas eine echte Augenweide. Glasklares Wasser. Türkis-blaue Lagunen und wunderbare Strände. Dazu Inseln mit ursprünglichem Bewuchs.


Wir kommen um 13:15 Uhr auf der Insel Nacula beim Blue Lagoon Beach Resort an. Das Resort ist klein, so wie die auf den anderen Inseln, und fügt sich gut in die Landschaft. Als wir aus unserem Boot steigen steht das Personal am Strand und begrüßt uns singend und mit einem lautstarken “Bula”. Das ist hier der Gruß zu jeder Tages- und Nachtzeit und zu jeder Gelegenheit. Bula hier. Bula da. Das Personal ist ausgesucht freundlich und sehr nett. Wir werden in unsere Villa gebracht, einem geräumigen Strandhaus in zweiter Reihe. Alles ist perfekt. Ganz sauber und gepflegt.



Anschließend gehen wir zum Lunch. Wir sind hungrig. Wir hatten ja noch kein richtiges Frühstück.

Danach erkunden wir das Resort und kommen beim Dive Shop vorbei wo uns der Manager begrüßt hat. Wir kommen natürlich nicht herum uns auch hier einen Tauchgang zu buchen. Der wird morgen um 15 Uhr sein. Dann wieder kurz zurück zum Haus und an den Strand zum Baden.

Um 18 Uhr gibt es eine Kava Zeremonie. Kava ist hier ein Nationalgetränk. Sieht aus wie Abwaschwasser und soll berauschende Wirkung haben. Heidi will das sehen aber keinen Kava trinken. Auch ich kann mir das verkneifen. Bei der Zeremonie wird ein Pulver in einen Stoffsack eingefüllt. Der Sack wird zugemacht und dann in Wasser eingetaucht und wie ein Badeschwamm mit den Händen immer wieder ausgedrückt. Sieht ein wenig so aus wie wenn der Fliesenleger beim Verfugen im Wasserkübel den Schwamm reinigt.

Vor dem Dinner gibt es noch Folklore mit Gesang und Tanz.

Das Dinner wird heute als Selbstbedienungsbuffet angeboten. Nachdem sich alle zu Tisch gesetzt haben, werden die Gäste tischweise vom Personal zum Buffet gebeten. Das vermeidet die sprichwörtliche Schlacht am Buffet. Das wird auch auf den Cook Inseln so gehandhabt. Wir glauben, dass das damit zu tun hat, dass die Menschen hier Ungeduld und Gier nicht mögen. Es ist für alle genug da und jeder soll von dem bekommen können was er gerne mag. Das Buffet hatte dann auch von allem was und war reichhaltig. Salate in den verschiedensten Variationen. Gemüse auf die unterschiedlichsten Arten zubereitet. Reis, Kartoffeln, Hühnchen und einen riesigen, gegrillten Fisch einen Black Snapper. Ein Kuchenbuffet zum Nachtisch. Alles appetitlich angerichtet und köstlich. Nur beim Anblick des Beinschinkens musste ich an den Schaukasten mit dem Kannibalismus im Fiji Museum denken. Dort wurde vor allem die Geschichte von Reverend Thomas Baker erzählt. Einem methodistischen Missionar, der gemeinsam mit sieben seiner Anhänger getötet und verzehrt wurde. Die Holzgabel mit der das Menschenfleisch gegessen und die Schüssel in der das Fleisch angerichtet wurde, sind im Schaukasten ausgestellt. Ziemlich Ekel erregend. Dieser Schatten schwebte den ganzen Abend über meinem Essen, was nicht gerade meinen Appetit anregte.

Nach dem Dinner gehen wir in unsere Villa 9. Wir freuen und schon auf morgen. Zum Glück gibt es doch auch ein paradiesisches Fiji.


11.5.2018 - Das Wetter hat sich weiter gebessert. Über nach hat der Wind die letzten Wolken vertrieben. Am Vormittag lässt der Wind nach und Himmel ist strahlend blau. Das Meer ist fast spiegelglatt und spielt alle Farben von grün bis blau. Nur eine leichte Dünung hebt und senkt die See. Hie und da streicht ein Windstoß über die Bucht und kräuselt das Wasser. Es ist unbeschreiblich schön und friedlich.



Den Vormittag verbringen wir entspannt am Strand mit Baden und Schnorcheln. Hier zeigt sich schon in Ansätzen, was wir am Nachmittag bei unserem Tauchgang am Riff sehen werden. Bereits in Strandnähe gibt es schöne Korallen an denen sich bunte Fische tummeln.

Am Nachmittag nach dem Lunch fahren wir mit dem Motorboot ein paar Seemeilen hinaus und machen an einer Boje fest. Unser Divemaster erklärt und kurz das Revier und dann legen wir unsere Ausrüstung an und gehen ins Wasser. Die Sicht ist nicht berauschend etwa 10-12 Meter. Trotzdem sehen wir hier Korallenstöcke in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Einmal wie riesige Rosen, dann wieder wie Bäume ohne Blätter, ein anderes mal wie bunte Blumenpolster und dann wieder wie aus rostigem Metall geformt. Dazwischen Seesterne und zahlreiche Arten von Meeresbewohnern von denen wir nicht wissen wie sie heißen und deren Existenz uns bisher nicht bekannt war. Am Riff tummeln sich tausende Fische in allen Größen und Farben.

Der Tauchgang dauert 45 Minuten und führt uns bis auf 16 Meter Tiefe. Am Ende hat Heidi immer noch 50 bar im Tank. Das ist gut! Sie freut sich, weil sie sonst immer die erste ist, der die Luft ausgeht. Glaubt sie zumindest.

Den Rest des Nachmittags verbringen wir wieder am Strand aber ohne Baden. Für heute hatten wir genug Wasser.

Beim Dinner sind heute die Tische in größeren Einheiten zusammengestellt und den Gästen werden die Plätze vom Personal zugewiesen. Auf diese Art lernt man die anderen Gäste des Resorts näher kennen. Das ist auch ganz nett. Wir unterhalten uns gut mit einer Italienerin und einem Chinesen. Beide studieren sie in Washington DC und sind gemeinsam auf Reise.

Im Anschluss wäre heute noch Partynacht, aber das ersparen wir uns. Von unserem Zimmer aus können wir die Musik noch bis 10 Uhr hören. Dann wird es ruhig im Resort. Heidi schläft schon, als ich um halb elf den Laptop schließe. Morgen geht dann die Reise schon wieder weiter.

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