• hrammler

1.-4.7.2019 Upolu - Samoa

1.7.2019 - Nach der stürmischen Nacht auf Namua Island, war die heutige erholsam, ruhig und trocken. Als wir aufwachen und aus der Balkontür schauen, ist es sonnig und der Himmel ist blau. Zumindest in dem Abschnitt, den wir einsehen können.

Im Übernachtungspreis von 170 WST pro Nacht, ist auch das Frühstück inbegriffen. Es ist allerdings sehr spärlich und ausschließlich süß. Toast, Butter, Marmelade, Pancakes, Cornflakes, Kuchen usw. Wir essen ein bisschen Toast und machen uns dann auf den Weg, die Insel Upolu zu erkunden.

Wir nehmen den selben Weg wie am ersten Tag an der Küste in Richtung Osten und quer über die Insel durch die Berge zur Südküste.

Unser erstes Ziel ist die “To Le Sua Trench”. Ein riesiges und tiefes Loch im Boden, das eine Verbindung zum Meer hat und deshalb am Boden mit Wasser bedeckt ist.


Wir zahlen die 20 WST Eintritt pro Person und wollen uns ein Bad gönnen. Die Anlage wurde mit Mitteln der Australienhilfe errichtet. Der Park ist schön bepflanzt und gut gepflegt.

Der Abstieg ins Wasser erfolgt über eine massive und steile Holzleiter und ist eine gewisse Herausforderung. Sie ist ungefähr 15 Meter hoch und hat keine Absturzsicherung. Am Ende befindet sich eine Holzplattform, die je nach Tide, bis zu 2 Meter aus dem Wasser ragt und von der aus man weiter nach unten ins Wasser geht oder ins Wasser springen kann. Im Wasser ist die Strömung vom Meer deutlich spürbar und man wird hin und her gezogen. An Seilen, die im Wasser verlaufen, kann man sich festhalten.



Auf dem Weg durch die Berge kommen wir am “Papapapaitai Waterfall” vorbei. Ein hoher Fall, den man praktisch von der Straße aus ansehen kann. Er ist aber sehr weit weg.

Bei der Fahrt über die Insel sehen wir zahlreiche, wunderschön gepflegte Gärten. Bei nahezu jedem Haus befindet ein reich bepflanzter Garten. Ganz offenbar werden die privaten Gärten nicht nur für die Pacific Games hergerichtet und gepflegt. Überall ist der Rasen gemäht. Alles ist sauber und gepflegt. Die Insel ist ein einziger tropischer Garten.

Die Pracht der Gärten und die momentane Pflege der Straßen, kann aber ein Problem nicht verbergen, das es ganz offensichtlich auch hier gibt: Littering, das achtlose Wegwerfen oder Hinterlassen von Abfällen, vor allem von Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff und Alu. Auf den frisch gemähten Flächen finden sich bereits zum Teil wieder ebenso frische Abfälle. Es sind vor allem Getränkeflaschen und -dosen, Chipspackungen, aber auch Mitnahmebehälter aus Styropor aus der Take Away Gastronomie und Trinkbecher.

Partysnacks und zuckerhaltige Limonaden werden hier in großen Mengen verzehrt.

Wir fahren an der Südküste weiter zunächst Richtung Osten und kehren im luxuriösen Seabreeze Resort zum Lunch ein.

Dann geht es an der Südküste weiter Richtung Westen.



Wir gehen zum So genannten Ma Tree, einem Baum mit riesigen Bretrwurzeln. Der Weg dorthin führt ca. 750 Meter durch den Dschungel, ist aber gut begehbar und vom Bewuchs frei gehalten.


Beim Coconut Beach trinken wir im “Ocean Club” Kaffee und hausgemachte Zitronenlimonade.

Wir versuchen dann den Aganoa Black Sand Beach zu finden. Haben aber kein Glück. Dieser befindet sich auf einer schmalen Halbinsel bei Mulivai. Wir fahren ein Stück auf der Halbinsel, soweit wir kommen. Vor einem Resort mit Falen, stellen wir das Auto ab und wollen uns umsehen. Auf dem Rückweg kommt uns ein junges Schwein entgegen. Es bleibt kurz stehen und schaut uns an. Als wir näher kommen, läuft es auf uns zu. Wir wollen ausweichen, aber es läuft uns nach und verfolgt uns. Wir hüpfen auf die Plattform einer Fale und hoffen, dass das Schweinchen hier nicht hochspringen kann.



Mit den Vorderpfoten stützt es sich auf der Plattform ab und will herauf. Eine Frau kommt uns zu Hilfe. Ihr gehört das Schwein. Sie streichelt es kurz und schiebt es sanft zur Seite. Wir können wieder von der Plattform steigen. Die Frau erklärt uns, dass das Schwein gestreichelt werden will aber auch beißt, zwar nicht fest aber doch. Wir halten einen Respektabstand und gehen dann zum Auto zurück.

Bei der Weiterfahrt kommen wir an einer Fale vorbei die am Strand liegt und neben der sich auch ein mit Beton eingefasstes Becken befindet. Ein Mann der gerade mit seinen beiden Kinder näher kommt und in die Fale geht, erklärt uns, dass durch das Becken Süßwasser fließt und dass das Becken zum Baden für Alle da ist. Auch für die Gäste und Touristen. Auch die Fale darf von allen zum Rasten, Ausruhen und Schlafen verwendet werden. Derartige Falen mit Badebecken daneben gibt es zahlreich überall in Samoa.

Unser letztes Ziel für heute ist das “Return to Paradise” Resort, wo auch 1953 der gleichnamige Film gedreht wurde. Und der Strand dort verdient diesen Namen wirklich. Der Fels ist schwarz wie Teer und besteht aus verfestigter Lava. Zwischen den schwarzen Felsen und Steinen liegt feiner, beige-weißer Sand. Am vorgelagerten Riff donnern die Wellen heran und das Wasser strömt durch die Spalten im Fels und ergießt sich in zahlreiche Becken die von den Steinen gebildet werden.



Wir tragen uns im Resort als Tagesgäste ein und bezahlen 30 WST pro Person, die als Gutschein im Restaurant, im Cafe und in der Rockbar eingelöst werden können. Ein faires Geschäft wie wir finden.

Wir gehen bei untergehender Sonne am Strand spazieren. Es gibt auch eine Hochzeitskapelle. Es ist ein ganz besonderer Platz hier. Nicht nur um zu heiraten.

Wir gehen nach Sonnenuntergang in die Rockbar und konsumieren unseren Voucher. Morgen wollen wir mit unseren Badesachen wieder kommen und den Tag hier verbringen.

2.7.2019 - Nach dem dürftigen Frühstück gestern, fahren wir heute ins “The Bean” und essen ein anständiges Morgenmahl. Das kostet aber auch ganz anständig. Für zwei mal Egg Benedict, zwei Long Black, einen Capuccino und 3 Churros, zahlen wir 87 WST.

Wir fahren dann noch in die Unterkunft zurück, holen unsere Sachen und fahren dann, ins “Return to Paradise Resort um dort den Tag zu verbringen. Das Wetter ist strahlend und es verspricht ein schöner Badetag zu werden.

Wir tragen uns als Dayguests ein und bezahlen die 60 WST an der Rezeption. Wir suchen uns einen netten Platz unter den Palmen und gehen ins Wasser. Es herrscht gerade Ebbe. Die Strömung zwischen den Felsen ist ganz schön stark und es gibt immer wieder kalte stellen. Unter Wasser gibt es wieder Korallen und das übliche, daran gebundene Leben.



Am Nachmittag ziehen von Westen her Wolken auf, die sich aber gegen die Sonne nicht wirklich behaupten können. Die Strömung von Osten her ist letztendlich stärker und es kommt kein Regen auf.

Zwischendurch holen wir uns im Cafe einen Smoothie und einen Eiskaffee.

Am frühen Abend gehen wir wieder in die Rock Bar. Heidi isst ein Sahsimi und trinkt Weißewein. Ich esse Garlicbread und trinke ein Bier.

Am Abend fahren wir dann zurück in unser Travellers Point Hotel. Es war ein herrlicher Tag mit bestem Wetter und einem Traumstrand.

3.7.2019 -Heute legen wir einen Tag in Apia ein. Wir fahren in die Stadt und fotografieren zunächst einmal die vielen bunten Busse am Busterminal.





Danach gehen wir zum Flea Market. Hier gibt es Stoffe, Kunsthandwerk, Schmuck und natürlich auch zu essen.



Wir schlendern durch den Markt und prüfen das Angebot und kaufen auch diverse Mitbringsel.

Danach gehen wir in die Stadt und entdecken das Cafe Milani, ein modernes und gut geführtes Lokal. Der Betreiber stammt aus Belluno im Veneto - Italien. Er erkennt unsere Sprache und spricht uns auf Deutsch an. Wir nehmen Platz und bestellen uns eine Kleinigkeit. Die Familie hat noch ein weiteres Lokal. Das Paddles im Hafen.

Heute ist Mittwoch und zwischen 14 und 17 Uhr ist im Sheraton Hotel so genannter Ladies High Tea. Das ist feiner Nachmittagstee mit Fingefoodbuffet süß und pikant.

Kurz vor 14 Uhr fahren wir in die Unterkunft und danach ins Sheraton. Als wir hier nach 2 Stunden fertig sind fahren wir noch ins Landesinnere, zu den so genannten Sliding Rocks. Auf der Fahrt dorthin, sind die Anlagen neben den Straßen parkähnlich angelegt. Wir sind überwältigt.


Die Sliding Rocks sind kleine Wasserfälle mit Naturrutschen im Fels. Wir trauen uns nicht zu rutschen.

Am Abend gehen wir wieder in Giordanos Pizzeria. Wir bestellen uns jeder eine kleine Pizza Supremo und dazu ein Glas Rotwein. Der Kellner beginnt zu rechnen und weist uns darauf hin, dass eine Pizza medium size die gleiche Menge ist, aber weniger kostet und fragt uns, wo wir uns nicht eine teilen wollen. Wir lehnen dankend ab und sehen das als weiteren Beweis der Ehrlichkeit der Menschen in diesem Teil der Welt.

4.7.2019 - Für den heutigen Tag fahren ins Cafe Milani zum Frühstück. Das Breackfast in unserer Unterkunft ist uns einfach zu dürftig. Wir wollen dann noch einmal an den Strand fahren. Für uns ist das heute die letzte Gelegenheit im Südpazifik. Morgen geht sich ein Badetag nicht mehr aus. Wir müssen um 15 Uhr am Flughafen sein.

Wir fahren daher am Vormittag noch einmal in das “Return to Paradise Resort”. Der Stand dort ist der Inbegriff all dessen, was man sich unter einem Südseestrand vorstellt. Glasklares, türkises Wasser, weißer Sandstrand, Felsen aus Lavastein, Palmen, ein Riff vor dem Strand und Korallenstöcke. Mehr Südsee geht fast nicht.

Auf dem Rückweg wollen wir die Insel über die Westspitze umrunden. Wir folgen der Straße einige Zeit durch die Dörfer. Der Weg ist nur stellenweise asphaltiert und führt die meiste Zeit über teils ausgeschwemmte Schotterstraßen.



Wir erreichen eine Furt und können diese noch überqueren. Danach ist aber Schluss. Der Straßenzustand wird immer schlechter. Wir kehren um und fahren den gewohnten Weg über die Insel zurück nach Apia.





Am Abend gehen wir noch ins Paddles am Hafen. Wir sind neugierig, ob das Restaurant genau so gut geführt wird wie das Milani, das der selben Familie gehört. Das Restaurant leitet der selbe Mann, den wir auch im Milani getroffen haben. Hier nimmt er die Gäste am Eingang in Empfang und weist ihnen die Tische zu. Um uns kümmert sich der selbe Kellner wie im Milani. Das Paddles ist ein gehobenes Restaurant mit italienischer und lokaler Küche. Service und Essen sind ausgezeichnet. Dazu gibt es internationale und italienische Weine. Wir werden nicht enttäuscht. Das Essen schmeckt ausgezeichnet. Das Service ist italienisch samoanisch freundlich.

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