• hrammler

24.3.2018 - weiter Richtung Süden

Wir haben uns gestern entschlossen die Nacht doch noch in Airlie Beach zu verbringen. Wir sind um 16:15 Uhr von Bord gegangen und mussten noch ein wenig einkaufen. Da ist es dann schnell so gegen 18 Uhr geworden. Wir wollten dann nicht in der Dunkelheit weiter fahren und uns irgendwo einen Schlafplatz suchen. Also sind wird nochmal zum Camping Seabereeze gefahren und haben dort für eine weitere Nacht gebucht. Das war allerdings eine knappe Angelegenheit. Als wir nämlich um 18:15 Uhr dort eintreffen ist die Rezeption bereits am Schließen. Wir bekommen aber einen guten Platz ziemlich hinten. Da ist es schön ruhig. Auch am Morgen hören wir keinen Autolärm. Es ist aber auch Sonntag. Wir sind früh auf und bereits kurz nach 8 Uhr auf Achse.

Gestern Abend und die ganze Nacht hat es immer wieder leicht geregnet. Heute Morgen ist aber das große Tiefdruckgebiet vorerst offenbar weiter gezogen. Beim Frühstück scheint die Sonne und es gibt aufgelockerte Bewölkung.

Wir fahren zunächst den Bruce Highway nach Süden Richtung Mackay. Nach ⅔ des Weges biegen wir rechts ab. Wir wollen zum Eungella Nationalpark, entschieden uns dann aber anders und kehren um. Das scheint uns ein zu großer Umweg. Gegen 11 Uhr kommen wir in Mackay an. Eine Stadt ähnlich wie Bowen im breiten Karree angelegt nur etwas größer. Wir suchen uns ein Lokal nehmen einen Kaffee und ein Mittagessen.

Gegen 12 Uhr sind wir wieder auf dem Weg ins Outback. Wir suchen wieder eine wenig die Ruhe. Wir fahren Richtung Westen nach Clermont. Auf den 270 km von Mackay nach Clermont durchqueren wird das Kohlerevier von Australien. Hier wird in zahlreichen Mienen Kohle gefördert und mit endlos langen Güterzügen wegtransportiert. Die Züge haben 120 Waggons und 3 Lokomotiven. Die Gegend wirkt trotzdem nicht unwirtlich oder industriell überformt. Was immer man vom Kohleabbau halten mag, aber was da geleistet wird ist schon gewaltig. Dimensionen wie sie in Österreich einfach nicht vorstellbar sind.


Das Outback zeigt sich hier wieder von einer etwas anderen Seite. Die Buschlandschaft ist noch offener. Es gibt weniger Bäume.


In Clermont ist nicht viel los. Es gibt eine so genannte Lagoon. Einen teichartig verbreiterten Fluss mit Parkanlage dabei. Sehr schön und großzügig. Camping und Übernachten nicht erlaubt.


Von da aus fahren wir weiter zum Theresa Creek Dam. Einem Stausee. Dort gibt es einen Campingplatz. Hier ist es wunderschön. Ein bisschen wie im Waldviertel am Ottensteiner Stausee. Das macht auch der Granit, den es hier gibt. Den entscheidenden Unterschied machen aber die Palmen.


Wir kommen in der Abenddämmerung vor Sonnenuntergang an. Es sind nur wenige Gäste da. Der Platz ist einfach aber schön. Es gibt keinen Stromanschluss für die Camper und die sanitären Anlagen sind einfach ausgestattet.


Den ganzen Tag über ist es auf der Fahrt hierher mit dem Wetter immer besser geworden. Es sind fast keine Wolken mehr und die Luft ist trockener als im Norden und an der Küste. Wir merken, dass wir langsam aus der Tropenzone heraus kommen.

Wir stellen unseren Camper ganz frech direkt ans Seeufer.

Vor dem Sonnenuntergang gehen wir noch im See schwimmen, haben uns aber vorher in der Rezeption erkundigt, ob es hier eh keine Krokodile gibt. Kein Problem sagt die Mitarbeiterin in der Rezeption. Keine gefährlichen Tiere hier. Wir gehen also schwimmen. Heidi wieder mit weniger Bedenken als Hannes.

Wenig später wird es dunkel. Wir haben noch ein bisschen was gegessen und uns für die Nacht hergerichtet. Bevor wir uns schlafen legen, sitzen wir noch vor dem Camper im Dunkeln und betrachten den Sternenhimmel. Es ist hier wieder ganz ruhig. Kein menschlich verursachter Lärm ist zu hören. Wir mögen das sehr. Das Outback hat sich schon unsere Herzen erobert.

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